Sozialpädagogik Studium: Dauer, Kosten & Voraussetzungen

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Wer bietet das Sozialpädagogik Studium an?

Der Studiengang Soziale Arbeit wird von Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und Fernhochschulen angeboten. Da im sozialen Sektor vor allem die praktische Umsetzung deines Wissens entscheidend ist, wird der Studiengang vermehrt an eher familiären Hochschulen umgesetzt, die ähnlich dem Schulsystem agieren.

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Hochschulen und Fachhochschulen nähern sich dem Thema mit hohem Praxisbezug an. Die Studiengänge sind anwendungsbasiert, vor allem an sogenannten Universities of Applied Sciences. Im Studiengang erhältst du anhand von praxisbezogenen Beispielen, Experimenten sowie Praktika oder Praxissemestern viele Einblicke in deinen zukünftigen Arbeitsalltag.
Vor allem private Anbieter, Universitäten wie Hochschulen, pflegen enge Kontakte zu sozialen Einrichtungen, so dass du praxisnah lernst und schon während des Studiums in der Arbeitswelt Fuß fassen kannst. Durch das familiäre Verhältnis an den Hochschulen kannst du den persönlichen Kontakt zu den Dozenten nutzen. Die meisten haben schon viele Jahre Berufserfahrung gesammelt und können dir wertvolle Tipps geben.

Fernstudium Sozialpädagogik

Mehrere Hochschulen bieten Sozialpädagogik als Online-Kurs oder Fernstudium an. Das Fernstudium fordert von dir allerdings eine hohe Eigeninitiative. Wenn du das Studium berufsbegleitend absolvieren möchtest oder nicht umziehen kannst bzw. willst, ist ein Fernstudium eine sehr gute Alternative. Du kannst die große Freiheit, die dir die zuständige Hochschule oder Universität bietet, nutzen, indem du dir einen für dich individuell passenden Studien– und Stundenplan zusammenstellst. Somit kannst du Beruf und Studium unter einen Hut bringen.

Dauer

Wie lange dauert ein Sozialpädagogik Studium?

Ein Vollzeitstudium mit Bachelorabschluss im Bereich der Sozialpädagogik dauert 6 bis 8 Semester. Einige Hochschulen bieten den Studiengang auch berufsbegleitend an, sodass du neben der theoretischen Ausbildung auch praktische Berufserfahrung sammeln kannst. Im Endeffekt hängt aber die konkrete Dauer des Studiums von deinem Einsatz ab. Je mehr Zeit du in dein Studium investierst, desto wahrscheinlicher ist es, dass du nach sechs Semestern dein Bachelorzeugnis in Händen hältst.

Das Masterstudium der Sozialpädagogik dauert mindestens 4 Semester. Es umfasst weniger Basismodule als das Bachelorstudium. Im Mittelpunkt steht die praktische und wissenschaftliche Anwendung des erlernten Hintergrundwissens.

In den allermeisten sozialen Studiengängen sind Praktika oder ganze Praxissemester fest im Studienverlauf vorgesehen. Während dieser Praxisphase(n) sammelst du umfassende und wichtige Erfahrungen und darfst dein Wissen praktisch anwenden.

An vielen Hochschulen hast du außerdem die Möglichkeit, ein Auslandssemester zu absolvieren. Dabei kannst du nicht nur neue Sprachen und Kulturen kennenlernen, sondern auch andere Systeme sowie andere Arbeits– und Vorgehensweisen im sozialen Sektor.

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Kosten

Was kostet ein Sozialpädagogik Studium?

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Ein Studium an einer staatlichen Universität, Hochschule oder Fachhochschule ist kostentechnisch so ausgelegt, dass Studierende es im Optimalfall selbst stemmen können. Der Semesterbeitrag beläuft sich auf 100–300 Euro im halben Jahr. Dabei sind Verwaltungsgebühren und die Kosten für die Studierendenwerke bereits mit eingerechnet. Kosten für die Lebenshaltung und Wohnkosten kommen obendrauf.

Ein Sozialpädagogikstudium kannst du auch an einigen privaten Hochschulen aufnehmen. Dazu musst du im Durchschnitt mit monatlichen Kosten von ca. 520 Euro rechnen, die im Hochschulkontext benötigt werden. Davon werden beispielsweise Verwaltungsgebühren, aber auch technische Ausstattung oder die Bibliothek finanziert. Da du für den Bachelor mindestens sechs Semester, sprich drei Jahre, benötigst, belaufen sich die Kosten insgesamt auf ca. 20.000 Euro. Bei einem anschließenden Masterstudium können dann weitere Kosten von ca. 13.000 Euro fällig werden.

Das klingt zunächst nach einem sehr hohen Kostenaufwand, das Studieren an privaten Einrichtungen bringt jedoch auch einige Vorteile mit sich. Für Abiturienten mit einem schlechteren NC ist eine private Universität eine Möglichkeit, um einen Studienplatz in ihrem Wunschstudiengang zu erhalten. Denn oftmals ist hier der Numerus clausus weniger anspruchsvoll, da es weniger Interessenten gibt. Außerdem können die Kosten – je nach Bildungseinrichtung – über einen Studienkredit, einen Nebenjob, die Unterstützung der Eltern oder auch über ein Stipendium abgedeckt werden.

Übrigens kannst du Sozialpädagogik auch dual studieren. Dein Praxispartner greift dir dabei bei den Kosten fürs Studium unter die Arme, bildet dich praktisch aus und garantiert dir häufig nach dem Studium einen gesicherten Arbeitsplatz. Da die meisten Unternehmen im sozialen Sektor breit aufgestellt sind, hast du die Möglichkeit, dich auf einen bestimmten Fachbereich zu spezialisieren.

Eine weitere Option ist das Fernstudium. Dabei bist du nicht ortsgebunden und zeitlich sehr flexibel. Weiter sind die Kosten meist günstiger als bei privaten Präsenzstudiengängen. Das Fernstudium setzt allerdings voraus, dass du selbstständig lernst und dich organisierst.

Voraussetzungen

Welche Zulassungsvoraussetzungen gelten beim Sozialpädagogik Studium?

Damit du dich für den Bachelor in Sozialpädagogik einschreiben kannst, benötigst du die Hochschulreife. Darunter werden Abitur, Fachabitur und die fachgebundene beziehungsweise berufsbildende Hochschulreife gezählt.

Falls du keine Hochschulreife vorweisen kannst, gibt es weitere Optionen, ohne Abitur zu studieren. Das setzt jedoch einen Meisterbrief, eine Fortbildung oder eine anerkannte Berufserfahrung von drei Jahren voraus.

Je nach Hochschule oder Universität kann es sein, dass die Studierenden ein zehnwöchiges Vorpraktikum, einen bestandenen Zulassungstest oder einen bestimmten Numerus clausus nachweisen müssen. Die Anforderungen variieren von Einrichtung zu Einrichtung. Daher wird deine Zulassung zum Studium jeweils individuell geprüft.

Schon während deiner Schullaufbahn solltest du dir bewusst machen, welchen Numerus clausus (NC) du für das Studium der Sozialpädagogik benötigst. Somit hast du ein Ziel vor Augen und einen Anhaltspunkt, welche Leistung du erbringen musst. Da jedes Semester aufs Neue viele Bewerbungen bei den Hochschulen und Universitäten eingehen, sind die meisten Sozialpädagogik Studiengänge mit einem entsprechend hohen NC versehen.

Um nach dem Bachelor mit dem Master zu starten, brauchst du im einfachsten Fall einen bestandenen Bachelor, der dir dein Fachwissen bescheinigt.

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Dein Bachelor muss aus dem sozialen Bereich stammen, damit du den Master Sozialpädagogik absolvieren kannst. Falls du keinen Bachelorabschluss nachweisen kannst, kannst du es mit einem „Master ohne Bachelor“ (s. u.) probieren. Auch hier variieren die Möglichkeiten, je nach Bildungseinrichtung und Richtlinien der Zulassung.

Master ohne Bachelor

Der Master ohne Bachelor ist deine Chance, nach zehn Jahren umfassender Erfahrung in einem sozialen Betrieb, deinen Master zu machen – selbst ohne vorhergehenden Bachelorabschluss. In manchen Bundesländern ist es so möglich, ohne Erststudium einen Masterabschluss zu erreichen. Bis jetzt sind die Vorreiter des Programms die Bundesländer Hamburg, Bremen, Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Hessen.

Studieninteressierte müssen einige Anforderungen erfüllen, um den Master ohne Bachelor zu absolvieren. Grundlage ist eine zehnjährige Berufserfahrung im sozialen Sektor in einer höheren Position. Hinzu kommen ein Zulassungstest und ein Vorbereitungssemester, in dem du akademische Grundlagen lernst. Einige Hochschulen fordern im Zuge der Zulassung auch ein Motivationsschreiben. Dieses Schreiben ist meist nichts anderes als ein mehrseitiges Bewerbungsschreiben an die Hochschule oder Universität. Wichtig ist dabei dein Motivationsgrund, der deutlich machen soll, warum gerade du die Chance auf eine Masterstudium ohne Bachelor bekommen solltest.

Wie hoch ist der NC für Sozialpädagogik?

Der Numerus clausus wird jedes Semester aufs Neue berechnet und festgelegt. Im Fach Sozialpädagogik lag er in den letzten Jahren zwischen 1,9 und 3,0. Du kannst Sozialpädagogik also nur studieren, wenn du über eine entsprechende Abschlussnote verfügst.

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Der NC ist allerdings nicht einheitlich festgeschrieben, sondern variiert zwischen verschiedenen Bildungseinrichtungen.

Ein wenig Spielraum bleibt dir, wenn du örtlich flexibel bist. Denn der NC hängt jeweils davon ab, wie viele Bewerber sich an einer Uni einschreiben möchten. Jeder Bildungsanbieter vergibt also eine individuelle Grenznote, die immer von der Anzahl der Interessierten abhängt. Deshalb ist der NC in Großstädten meist höher als in ländlichen Regionen. Denn je weniger Bewerber es gibt, desto weniger Interessierte müssen abgelehnt werden. Jede Hochschule oder Universität hat nur eine bestimmte Kapazität an Studienplätzen und sobald diese nicht mehr ausreicht, werden die Studierenden nach dem NC bewertet. Nach diesem System wirst du als angehende Studentin oder als angehender Student entweder zugelassen, auf eine Warteliste gesetzt oder abgelehnt.
Der Numerus clausus für Masterstudiengänge wird separat vom Bachelor festgesetzt. Um zugelassen zu werden, benötigst du hier in der Regel eine bestimmte Bachelor-Abschlussnote oder musst einschlägige Berufserfahrung im angestrebten Studienschwerpunkt nachweisen.

Im sozialen Bereich musst du im Zuge deiner Masterbewerbung oftmals ein Formular einreichen, welches dir eine bestimmte Anzahl an ECTS (Leistungspunkte) in entsprechenden Bereichen, wie beispielsweise Wirtschaft, bescheinigt. Das ist notwendig, da die Bildungseinrichtungen so sicher gehen können, dass ihre künftigen Masterstudierenden ungefähr das gleiche Vorwissen aufweisen, auf welches anschließend aufgebaut werden kann.

Welche persönlichen Voraussetzungen sollte ich für ein Sozialpädagogikstudium mitbringen?

Der Studiengang ist darauf ausgelegt, dass du in deinem Beruf täglichen Kontakt zu Menschen hast. Du wirst ihnen in schwierigen Zeiten beistehen und ihnen helfen, Probleme zu bewältigen. Folgende persönliche Eigenschaften sind dabei sehr hilfreich:

  • Kommunikationsstärke
  • Empathie
  • Belastbarkeit
  • Sozialkompetenz
  • Stressresistenz

Diese Handlungskompetenzen benötigst du vor allem, da deine Mission in deinem späteren Berufsleben als Sozialpädagogin oder Sozialpädagoge ist, die Zukunft anderer Menschen weiterzuentwickeln. Dazu gehören vor allem auch Mut und Tatkraft, die du zeigen musst, indem du eine kritische Analysefähigkeit und ein lösungsorientiertes Problembewusstsein an den Tag legst.

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Das ist in der Theorie der Kinder- und Jugendhilfe manchmal leichter gesagt als getan. Dennoch qualifiziert dich dein Studium im Bereich der Sozialpädagogik genau dafür.

Orte

Wo kann ich Sozialpädagogik studieren?

Studiengänge im Bereich Sozialpädagogik gibt es in ganz Deutschland. Aufgrund der hohen Nachfrage solltest du dich bei mehreren Bildungseinrichtungen bewerben. Darüber hinaus lohnt sich ein Blick über die Grenzen Deutschlands hinaus, denn auch in den deutschsprachigen Nachbarländern wird der Bachelor Sozialpädagogik angeboten. Wenn du in Deutschland keinen Studienplatz bekommst, wäre das womöglich eine Alternative für dich.

Wenn du deine Heimat nicht verlassen möchtest oder kannst, ist ein ortsunabhängiges Fernstudium eine gute Option. Die Online-Studiengänge erfordern zwar teilweise deine Anwesenheit vor Ort, jedoch immer nur phasenweise, z. B. für ein langes Seminarwochenende. Im Selbststudium eignest du dir eigenständig die Inhalte an und bist zeitlich nicht gebunden an feste Vorlesungszeiten. Du kannst deinen Alltag deutlich flexibler gestalten und die Vorlesungszeiten an einen möglichen Haupt– oder Nebenjob anpassen.

Bei der Wahl des Studienortes spielen anfallende Kosten ebenfalls eine entscheidende Rolle. Großstädte sind berühmt für ihr besonderes Studentenleben. Allerdings sind dort auch die Lebenshaltungskosten sehr hoch, da die Miete in Großstädten oftmals höher ausfällt als auf dem Land. In ländlichen Regionen bist du hingegen etwas weiter entfernt vom städtischen Studentenleben. Dafür sind die Lebenskosten geringer und das Verhältnis an der Hochschule oder Universität oftmals familiärer.

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Das muss jedoch nicht heißen, dass deine Studentenzeit dadurch an Qualität verliert. Du solltest dir vor deinem Studium lediglich überlegen, welchen Weg du gehen möchtest und was dir während deines Studiums wichtig ist.

Abschlüsse

Welchen Sozialpädagogik Abschluss habe ich nach dem Studium?

Nach einem Sozialpädagogik Studium erhältst du den akademischen Titel Bachelor of Arts (B. A.) beziehungsweise Master of Arts (M. A.). Ein Bachelor oder Master of Science ist im Bereich Sozialpädagogik nicht üblich.

Nach dem erfolgreichen Bachelorabschluss kannst du direkt als Sozialpädagoge oder Sozialpädagogin ins Berufsleben einsteigen. Vor allem in pädagogischen Einrichtungen wie Kindergärten oder Jugendzentren wirst du dich um die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kümmern. Der Fokus deiner Arbeit liegt dabei immer auf der Erziehung und der individuellen Förderung von Kindern mit Problemen im Alltag.

Vorteile und Nutzen

Warum Sozialpädagogik studieren?

In deinem zukünftigen Beruf wirst du mit deinem Expertenwissen fachgerecht mit Kindern und Jugendlichen agieren. Mit dem Sozialpädagogik Studium spezialisierst du dich im sozialen Bereich auf erzieherische Maßnahmen und wirst speziell darauf vorbereitet, verhaltensauffällige Kinder im Rahmen der Kinder– und Jugendhilfe zu betreuen. Im Gegensatz zum Studiengang Soziale Arbeit bist du direkt nach dem Bachelor ein Fachmann oder eine Fachfrau für Kinderhilfe.

Was kann man mit einem Sozialpädagogik Studium machen?

Das Arbeitsfeld für Absolventen und Absolventinnen ist breit gefächert. Du kannst mit Menschen aus allen Altersklassen zusammenarbeiten, da du mit einer entsprechenden Spezialisierung von Kindern bis hin zu Senioren alle Altersstufen professionell betreuen kannst. Du bist als Sozialpädagoge optimal qualifiziert für die Förderung deiner Klienten. Egal ob in der Jugend–, Sucht– oder Familienberatung, du kannst dein Fachwissen gekonnt einsetzen.

Falls du dir einen ruhigeren Arbeitsalltag wünschst, kannst du dich auch in die Verwaltungsrichtung mit dem Schwerpunkt auf Sozialmanagement orientieren. Beispielsweise kannst du dich um die Vergabe freier Kindergartenplätze kümmern, wenn du in der Organisation eines Kindergartens arbeitest.

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Wie viel verdient ein Sozialpädagoge oder eine Sozialpädagogin?

Als Berufseinsteiger verdienst du in diesem Tätigkeitsfeld durchschnittlich 2.750 € brutto pro Monat. Wenn du im öffentlichen Dienst arbeitest, kannst du dein Gehalt ganz leicht anhand der Tarifverträge einsehen.

Mit dem Master in der Tasche und einem höheren Erfahrungslevel steigen deine Chancen, dass du auch mehr verdienen kannst. Das Gehalt ist standortabhängig und kann von einer Region zur anderen stark variieren. Informiere dich vor dem Absolvieren des Masters, ob die Fortbildung sich in deiner gewünschten Region finanziell lohnt oder nicht.

Alternativen

Ähnliche Studiengänge wie Sozialpädagogik

Sozialpädagogische Fragestellungen spielen auch in vielen anderen Ausbildungen und Studiengängen eine wichtige Rolle. Falls du sozialpädagogische Fragen also spannend findest, der Studiengang aber nicht ganz deiner Vorstellung oder deinem zukünftig gewünschten Tätigkeitsfeld entspricht, findest du hier weitere Alternativen mit ähnlichen Handlungskompetenzen.

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Soziale Arbeit Studium

© geralt; pixabay Soziologie Studium

Soziologie Studium

© Yan Krukov; Pexels Lehramt studieren

Lehramt studieren

Inhalte

Welche Inhalte behandelt ein Sozialpädagogik Studium?

Wenn du gerne mit Kindern zusammenarbeitest und bei ihrer Betreuung und Förderung helfen willst, bist du beim Sozialpädagogik Studium an der richtigen Adresse. Das Sozialpädagogik Studium vereint die beiden Fachdisziplinen der Sozialen Arbeit und der Pädagogik. Der Fokus der Lerninhalte liegt auf der Bildung und Erziehung der Kinder. Zwar lernst du auch didaktische, betriebswirtschaftliche und rechtliche Grundlagen, allerdings nutzt du diese stets in der individuellen Arbeit mit den Kindern.

Zusätzlich bildest du dich im Rahmen deines Sozialpädagogik Studiums in den Bereichen Erziehungswissenschaften, Medienpädagogik, Heilpädagogik und Inklusion. Du als angehender Sozialpädagoge oder Sozialpädagogin beschäftigst dich also mit der zukünftigen Entwicklung der Kinder und der Gesellschaft. Während des Studiums werden auch einige deiner persönlichen Fähigkeiten, wie beispielsweise deine kritische Analysefähigkeit oder dein lösungsorientiertes Problembewusstsein, gefördert.

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Wie ist das Bachelorstudium Sozialpädagogik aufgebaut?

Im Bachelorstudiengang Sozialpädagogik erlernst du soziale und pädagogische Grundlagen. Im sozialen Bereich des Studiums beschäftigst du dich auch mit ethischen und politischen Fragen. Dein pädagogisches Hintergrundwissen wird durch das Studium um die soziale Komponente erweitert. Du weißt in Zukunft nicht nur, wie Pädagogik funktioniert, sondern lernst gleichzeitig auch, wie man sie in individuellen Fällen anwendet. Ziel der Sozialpädagogik ist nämlich, entsprechend präventive Arbeit zu leisten. Genauer bedeutet das: sicherzustellen, dass Probleme in Familien frühzeitig erkannt und vermieden werden. So sorgst du dafür, dass eine gute Basis für die Kindesentwicklung, die Kindererziehung und die Bildung gegeben ist.

Folgende Fachwissenschaften werden Teil deines Studienplans sein:

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  • Erziehungswissenschaft: Wissenschaftliches Hintergrundwissen zur Erziehung von Kindern ist ein Teil der Lehrinhalte. Wissenschaftliche Kenntnisse stärken das Vertrauen deiner zukünftigen Klienten in dich und deine Arbeit.
  • Pädagogik: Die pädagogischen Inhalte konzentrieren sich auf die Bereiche Schule, Familie und Bildung. Ein wichtiger Aspekt ist die Erforschung des Lernverhaltens und die praktische Anwendung des Wissens in deinem Arbeitsalltag.
  • Soziologie: Soziologie beschäftigt sich mit dem menschlichen Verhalten. Du lernst zu analysieren, wie sich Menschen in unterschiedlichen Situationen verhalten. Gleichzeitig kannst du aufgrund deines Fachwissens erkennen und verstehen, warum sie entsprechend handeln.
  • Recht: Auch rechtliche Grundlagen gehören zu den Studieninhalten, denn vor allem in deinem beruflichen Alltag solltest du stets wissen, wann du im Recht bist und wann nicht. Hilfe für Betroffene darf nicht zur persönlichen Angelegenheit werden, sondern muss immer professionell und rechtlich abgesichert stattfinden.
  • Ethik: Auch ethische Fragen gehören zum Studium der Sozialpädagogik dazu. Diese Disziplin bedient sich vieler verschiedener Theorien und Methoden, welche dich insbesondere dazu befähigen, Entscheidungen zu fällen. Anhand praktischer Beispiele lernst du, welche Faktoren du berücksichtigen musst, wenn es darum geht, in schwierigen Situationen zu handeln.

Welche Fachrichtungen sind im Bachelor möglich?

Neben den bereits genannten Grundlagen der Sozialpädagogik, gibt es bereits im Rahmen des Bachelorstudiums die Möglichkeit, eine spezielle Fachrichtung einzuschlagen.

Wir geben dir einen groben Überblick über die verschiedenen Spezialisierungsmöglichkeiten und theoretischen Studieninhalte an diversen Hochschulen:

  • Frühkindliche Bildung und Erziehung
    In diesem Bachelorstudiengang erlernst du wissenschaftlich fundiertes Wissen, um mit Kindern im Alter von 0–10 Jahren zu arbeiten. Hier sind das Kindsein, kindliche Gesundheit und Bewegung beispielsweise Inhalte des Studiums. Das Ziel ist es, gemeinsam mit der Familie das Kind seinen individuellen Bedürfnissen nach zu fördern.
  • Kindheitspädagogik – Schwerpunkt: Führen und Leiten
    Dieser Bachelorstudiengang ist eine Spezialisierung innerhalb der Sozialpädagogik und wird auch berufsbegleitend angeboten. Er bereitet dich auf eine Führungsposition im sozialen Sektor vor. Dabei spielen in den Lehrveranstaltungen besonders Organisationsmanagement und Personalführung eine Rolle.

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  • Sozialpädagogik (Lehramt Berufskolleg)
    Sozialpädagogik kannst du auch auf Lehramt studieren. Neben der klassischen Vorbereitung auf das Leben als Lehrer erhältst du mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik auch Einblicke in den sozialen Sektor. Du absolvierst z. B. Praktika oder Praxissemester in Jugendheimen und verbesserst somit dein Verständnis für das Verhalten von Kindern und jungen Erwachsenen.

Meist entscheiden sich Studierende nach einem Bachelorstudium für ein weiterführendes Masterstudium. Oftmals schränkt das vorangegangene Bachelorstudium jedoch die Möglichkeiten für ein Masterstudium in bestimmten Bereichen ein. Daher ist es sicherlich sinnvoll, sich zu Studienbeginn jeweils Bachelorstudiengänge deines Interesses sowie weiterführende oder passende Masterstudiengänge näher anzusehen. Für genauere Informationen hierzu kannst du stets die Studierendenberatung deiner Wunschhochschule oder –universität kontaktieren.

Wie ist das Sozialpädagogik Masterstudium aufgebaut?

Mit einem Masterstudium kannst du dich nach deinem erfolgreichen Bachelorstudium üblicherweise tiefergehend auf ein Fachgebiet in deinem Bereich spezialisieren. Während sich das Bachelorstudium eher als fundierte Grundlagen– und Methodenausbildung darstellt, geht es im Masterstudium für die Studierenden viel mehr darum, die wichtigsten Anwendungsfelder der Sozialpädagogik genauer kennenzulernen.

Mit dem Master kannst du dich zukünftig in ähnlichen Bereichen wie bereits im Bachelorstudium oder beispielsweise auch in der Sozialforschung, der Sozialen Arbeit und vielen weiteren Themen im Spektrum der Bildung und Erziehung spezialisieren.

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Welche Fachrichtungen sind im Master möglich?

  • Jugendhilfe
    In dieser Fachrichtung konzentrierst du dich noch intensiver auf die individuelle Förderung von Jugendlichen. Du hilfst Jugendlichen dabei, ihre Probleme im Alltag zu lösen, und förderst sie individuell, damit sie künftig eigenständig dazu in der Lage sind, persönliche Probleme zu lösen.

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  • Familienhilfe
    Im Bereich Familienhilfe kümmerst du dich um Familien, die Hilfe bei einer sozialen Organisation suchen. Du hilfst Eltern im alltäglichen Umgang mit ihren Kindern und förderst gleichzeitig die individuelle Weiterentwicklung der erziehenden Personen.
  • Interkulturelle Sozialarbeit
    Bei der interkulturellen Sozialarbeit verbesserst du das Zusammenleben verschiedener Kulturen. Du bringst den Beteiligten bei, mit Fremdheit umzugehen und mit anderen Kulturen zusammenzuleben.

Bevor du dich also für einen Master entscheidest, solltest du wissen, in welche Richtung du in deinem Berufsalltag gehen möchtest, da davon auch deine Studieninhalte und das dadurch erlernte Fachwissen abhängen sollten.

Ansonsten ist ein allgemeiner Masterstudiengang der Sozialpädagogik empfehlenswert, bei dem du dich nicht direkt zu Studienbeginn für eine spezifische Fachrichtung wählen musst. Auch bei der Entscheidung für oder gegen ein Masterstudium lohnt es sich, die Studienberatung deiner Hochschule zu konsultieren, um detaillierte Informationen zu erhalten.

Fragen und Antworten

Welche Inhalte behandelt das Sozialpädagogik Studium?

Das Sozialpädagogik Studium vereint Inhalte der Sozialarbeit und der Pädagogik. Der Fokus des Bachelors liegt dabei auf der individuellen Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen.

Wie lange dauert ein Sozialpädagogik Studium?

Im Rahmen des Bachelorstudiengangs Sozialpädagogik wird, je nach Hochschule oder Universität, eine Regelstudienzeit von 6 bis 7 Semestern festgelegt. Für den Master benötigst du mindestens 4 weitere Semester.

Was kostet ein Sozialpädagogik Studium?

Staatliche Einrichtungen erheben Semesterbeiträge von 100–300 €. An privaten Hochschulen kannst du mit Studienkosten von insgesamt 20.000 bis 30.000 € rechnen.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Um dich in den Bachelorstudiengang einschreiben zu können, benötigst du eine Hochschulzugangsberechtigung, z. B. in Form des Abiturs. Je nach Hochschule oder Universität kann auch ein Einstellungstest, ein Motivationsschreiben oder ein Vorstellungsgespräch verpflichtend sein.

Wo kann ich Sozialpädagogik studieren?

Sozialpädagogik kannst du fast überall in Deutschland studieren. Fernstudiengänge sowie Studienoptionen im Ausland runden das Angebot ab.

Welchen Abschluss habe ich nach dem Sozialpädagogik Studium?

Nach dem erfolgreichen Studienabschluss erhältst du den Bachelor of Arts in Sozialpädagogik. Falls du dich weiter spezialisieren willst, kannst du auch den Master in Sozialpädagogik oder ähnlichen Fachrichtungen absolvieren.

Was kann ich mit dem Sozialpädagogik Studium machen?

Wenn du allgemeine Sozialpädagogik studierst, lernst du am meisten über Kindererziehung und –bildung, aber kannst dich auch auf eine bestimmte Richtung der Sozialpädagogik spezialisieren. Wenn du Sozialpädagogik auf Lehramt oder speziell Kinderpädagogik studierst, erwirbst du gezielt Expertenwissen und wirst in diesem Bereich arbeiten.

Wer bietet das Sozialpädagogik Studium an?

Du kannst deinen Sozialpädagogikabschluss an Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen erwerben. Fernuniversitäten und duale Hochschulen bieten diesen Studiengang ebenfalls an.

Gibt es ähnliche Studiengänge wie Sozialpädagogik?

Ähnliche Studiengänge sind Soziale Arbeit, Sozialmanagement und Sozialwissenschaften. Soziale Arbeit ist generalistischer, Sozialmanagement geht in die betriebswirtschaftliche Richtung und Sozialwissenschaften ist eine Art Metastudiengang, der sich viel mit dem menschlichen Verhalten im Allgemeinen beschäftigt.