Immobilienkaufmann Ausbildung: Dauer, Kosten & Voraussetzungen

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Wer bildet Immobilienkaufleute aus?

Die Ausbildung zum Immobilienkaufmann ist dual angelegt. Das heißt, dass du in der Berufsschule die theoretische Ausbildung absolvierst und in einem Ausbildungsbetrieb praktisch ausgebildet wirst. Die Wahl deiner Berufsschule steht dir frei, sofern du in einem nahegelegenen Ausbildungsbetrieb als Azubi anfangen kannst.

Bei der Wahl deines Ausbilders hast du eine große Auswahl, denn diese sind in allen Bereichen der Immobilienwirtschaft anzutreffen. Azubis werden beispielsweise hier gesucht:

  • Immobilien– und Projektentwickler
  • Wohnungsgesellschaften
  • Wohnungsbauunternehmen
  • Bauträger
  • Facility-Management
  • Banken und Versicherungen
  • Städte und Kommunen
  • Industrie– und Verkehrsbetriebe

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Worauf muss ich bei der Bewerbung achten?

Wie bei allen Bewerbungen solltest du zunächst auf die Vollständigkeit deiner Bewerbungsunterlagen achten. Fehlende Unterlagen lassen das Unternehmen an deiner Organisation und Zuverlässigkeit zweifeln, welche als Immobilienkaufmann von großer Wichtigkeit sind. Hebe daher in deinem Anschreiben deine positiven Persönlichkeitseigenschaften hervor und zeige dein Interesse an der Immobilienwirtschaft und dem speziellen Unternehmen. Im Vorstellungsgespräch kannst du mit Freundlichkeit und Offenheit punkten.

Gib nach der ersten Absage nicht direkt auf, sondern zeige Durchhaltevermögen und Stärke, indem du am Ball bleibst. Du findest mit Sicherheit deinen passenden Ausbildungsbetrieb, wenn du dir bei deiner Bewerbung Mühe gibst.

Dauer

Wie lange dauert die Immobilienkaufmann Ausbildung?

Die Ausbildungszeit eines Azubis der Immobilienwirtschaft beläuft sich auf drei Jahre. Die Dauer der Ausbildung kann aber je nach Schulabschluss und Leistung während der Ausbildungsjahre variieren.
Während man mit einem Hauptschulabschluss sicherlich an diese drei Jahre gebunden ist, kann man mit einer Hochschulreife und außerordentlichen Leistungen während der Ausbildungsjahre die Ausbildungszeit auf zwei bis zweieinhalb Jahre verkürzen.

Falls du nicht die Möglichkeit hast, dich in Vollzeit zum Immobilienkaufmann ausbilden zu lassen, besteht unter Umständen die Möglichkeit, die Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren.

Kosten

Welche Ausbildungskosten kommen auf mich zu?

Um die Kosten für die Ausbildung zum Immobilienkaufmann brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Es handelt sich um eine duale Ausbildung, bei der keine Gebühren auf dich zukommen. Die einzigen Kosten, mit denen du rechnen musst, sind die für Bücher und Schulmaterialien. Da du aber während deiner Ausbildung auch schon ein gutes Ausbildungsgehalt verdienst, sollte dies kein finanzielles Problem darstellen.

Wie viel verdient ein Immobilienkaufmann Azubi?

Der Ausbildungsberuf des Immobilienkaufmannes zählt zu den bestbezahlten auf dem Ausbildungsmarkt. Mit einem Ausbildungsplatz in der Immobilienbranche ist dir eine jährlich steigende Ausbildungsvergütung sicher. Wie viel du letztendlich während der Ausbildung verdienst, hängt von deinem Ausbildungsbetrieb und dem konkreten Ausbildungsvertrag ab.

Sollte dein Arbeitgeber nach einem Tarifvertrag der Wohnungs– und Immobilienwirtschaft arbeiten, stehen dir monatlich über 1.000 € brutto zur Verfügung:

  • 1. Ausbildungsjahr: durchschnittlich 1.020 € brutto
  • 2. Ausbildungsjahr: durchschnittlich 1.130 € brutto
  • 3. Ausbildungsjahr: durchschnittlich 1.240 € brutto

Da die Unternehmen aber nicht an die Tarifverträge gebunden sind, solltest du dich im Vorhinein bei deinem Ausbildungsbetrieb über die Vergütung erkundigen. Es kann also auch vorkommen, dass du ein geringeres Ausbildungsgehalt verdienst. Ohne Tarifvertrag hängt das Azubi-Gehalt letztlich auch von deinem Verhandlungsgeschick ab.

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Voraussetzungen

Welche Voraussetzungen muss ich als Immobilienkaufmann Azubi erfüllen?

Rein rechtlich gesehen, musst du keine spezifischen formellen Voraussetzungen erfüllen, um die Immobilienkaufmann Ausbildung zu absolvieren. Es wird also theoretisch kein bestimmter Schulabschluss verlangt.

In der Praxis sieht dies allerdings etwas anders aus: Die meisten Ausbildungsbetriebe bevorzugen Bewerber mit einer Hochschulreife oder mindestens einem Realschulabschluss. Wenn du in Kompetenz und Interesse bei deiner Bewerbung überzeugen kannst, ergatterst du unter Umständen auch mit einem Hauptschulabschluss einen Ausbildungsplatz. Mit einem höheren Schulabschluss stehst du allerdings auf dem Ausbildungsmarkt besser da und kannst teilweise deine Ausbildungszeit dadurch verkürzen.

Neben diesen formellen Voraussetzungen solltest du in folgenden Schulfächern gute Leistungen erbracht haben und besonderes Interesse zeigen:

  • Mathematik
  • Deutsch
  • Wirtschaft
  • Sozialkunde

Diese Fächer stehen auf dem Lehrplan der Ausbildung zum Immobilienkaufmann ganz oben. Interesse und Fähigkeiten in diesen Fächern solltest du also unbedingt mitbringen.

Da du in der Immobilienwirtschaft viel mit Kunden kommunizieren wirst, sind gewisse persönliche Eigenschaften ebenfalls wichtig.

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Welche persönlichen Fähigkeiten braucht man als Immobilienkaufmann?

Bei der Vermittlung von Immobilien steht das Zwischenmenschliche im Fokus. Nur wenn du Kommunikationsstärke und Überzeugungsfähigkeit zeigst, wirst du bei Wohnungs– und Grundstücksbesichtigungen zum Abschluss kommen. Du solltest empathisch auf Kundenwünsche eingehen können und mit deiner Wortgewandtheit überzeugen. Der Umgang mit Kunden erfordert zudem Freundlichkeit und ein hohes Maß an Offenheit.

Um in der Immobilienbranche Fuß zu fassen, ist gutes Durchhaltevermögen gefragt. Jemand, der nach dem ersten Fehlschlag aufgibt, wird es auf dem Immobilienmarkt nicht weit bringen.

Bei der Überwachung und Planung deiner Bauprojekte ist dein Organisationstalent gefragt. Du musst wirtschaftliche Zusammenhänge erkennen können und trotz Stress und Druck den Überblick behalten.

Neben diesen Persönlichkeitseigenschaften sind natürlich ein gesteigertes Interesse an der Immobilienwirtschaft sowie ausgeprägte Neugierde und Lernbereitschaft relevant für das Berufsbild.
Du musst zudem mit unregelmäßigen Arbeitszeiten rechnen, weswegen Flexibilität vorausgesetzt wird.

Hast du das Zeug zum Immobilienkaufmann?

Hier findest du noch einmal alle Anforderungen auf einen Blick:

  • Überzeugungsfähigkeit
  • Durchhaltevermögen
  • Freundlichkeit und Offenheit
  • Stressresistenz
  • Redegewandtheit
  • wirtschaftliches Interesse
  • Neugierde
  • Lernbereitschaft
  • Flexibilität
  • Organisations– und Planungstalent

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Orte

Wo kann ich die Immobilienkaufmann Ausbildung absolvieren?

Die Immobilienkaufmann Ausbildung ist dual aufgebaut. Berufsschulen, die die Ausbildung unterstützen, findest du in ganz Deutschland. Die Standortentscheidung kannst du also selbst treffen, indem du dir deinen Ausbildungsbetrieb aussuchst.

Der Ausbildungsbetrieb kann beispielsweise eine Wohnungsgenossenschaft, ein Wohnungsbauunternehmen, oder die Immobilienabteilung einer Bank sein.

Abschlüsse

Welchen Abschluss habe ich nach der Immobilienkaufmann Ausbildung?

Mit der abgeschlossenen Ausbildung zum Immobilienkaufmann in der Tasche kannst du dich staatlich anerkannter Immobilienkaufmann nennen. Um diesen Titel zu erhalten, musst du während deiner drei Ausbildungsjahre mit deinen Fähigkeiten überzeugen und die Zwischenprüfung sowie die große Abschlussprüfung bestehen.

Weiterbildungen nach der Immobilienkaufmann Ausbildung

Um in der Immobilienbranche nachhaltig Erfolg zu haben, ist es wichtig, sich stetig weiterzubilden und seinen Wissensstand aktuell zu halten. Aber auch für das Vorantreiben deiner Karriere in der Immobilienwirtschaft sind Fortbildungen von Relevanz. Die abgeschlossene Ausbildung befähigt dich zudem, ein Studium aufzunehmen. Ob Betriebswirtschaftslehre oder Immobilienwirtschaft, mit einem zusätzlichen Studienabschluss stehen dir alle Karriereoptionen offen.

Da die verschiedenen Möglichkeiten der Weiterbildung einen unterschiedlichen Zweck erfüllen, kann man sie in Anpassungsfortbildungen, Aufstiegsfortbildungen und Studium unterscheiden.

Anpassungsfortbildungen bieten dir die Möglichkeit, deinen Wissenstand zu aktualisieren und die stetigen Neuerungen in der Immobilienwirtschaft im Blick zu behalten. Dies gibt dir die Möglichkeit, deine Arbeitsweise stets anzupassen und zu optimieren.

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Strebst du eine höhere Position in deinem Unternehmen an und möchtest später mal die Führung übernehmen? Dann sind Aufstiegsfortbildungen das Richtige für dich. Aufstiegsfortbildungen sind darauf angelegt, dir den Weg nach oben auf der Karriereleiter zu ermöglichen. In entsprechenden Weiterbildungen kannst du dich beispielsweise zum Immobilienfachwirt oder Betriebswirt ausbilden lassen.

Auch ein Studium kann deinen Karriereweg ebnen und dir ein erweitertes Spektrum an Möglichkeiten eröffnen. Du kannst nach deiner Immobilienkaufmann Ausbildung beispielsweise Immobilienwirtschaft oder Betriebswirtschaftslehre an einer Fachhochschule studieren.

Solltest du die Selbstständigkeit anstreben, bildet das Studium oder die Weiterbildung zum Immobilienfachwirt die Grundlage für deine Unternehmensgründung. Als Selbstständiger bist du dein eigener Chef und hast kreativen Spielraum für deine Ideen.

Insgesamt kann man also festhalten, dass dir die Immobilienkaufmann Ausbildung vielfältige Zukunftsperspektiven schafft und den Startschuss für eine größere Karriere bieten kann.

Von der Ausbildung zum Studium

Mit deiner abgeschlossenen Ausbildung zum Immobilienkaufmann besitzt du die nötige Qualifikation für ein Studium an einer Fachhochschule. Dort kannst du beispielsweise Betriebswirtschaftslehre oder Immobilienwirtschaft studieren und einen höheren Abschluss erlangen.

Als studierter Immobilienwirtschaftsexperte stehen dir erweiterte Berufsperspektiven und Aussichten auf ein höheres Gehalt zur Verfügung.

Vorteile und Nutzen

Warum Immobilienkaufmann werden?

Mit deiner Entscheidung, Immobilienkaufmann zu werden, ebnest du dir den Weg für eine sichere Karriere. Deine Expertise wird von vielen Unternehmen gesucht, so dass die Jobsuche keine Schwierigkeit darstellen wird. Als Azubi der Immobilienwirtschaft verdienst du schon während deiner Ausbildungsjahre ein gutes Gehalt. Die Immobilienkaufmann Ausbildung zählt zu den bestbezahlten Ausbildungsberufen.

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Auch nach der Ausbildung erwartet dich ein guter Verdienst, den du zudem mit zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten erhöhen kannst. Ob Studium oder Aufstiegsfortbildung, die Karriere in der Immobilienbranche ist vielfältig.

Dadurch dass du neben dem Innendienst auch im Außendienst tätig sein wirst, wird dein Arbeitsalltag nie langweilig werden. Die Abwechslung kann deinen Tatendrang befriedigen und den Spaßfaktor erhöhen.
Durch den stetigen Wandel und die Digitalisierung vieler Prozesse hast du die Chance, deine Neugierde auszuleben und an nachhaltigen Arbeitsweisen mitzuarbeiten. Erschaffe neue Zukunftsperspektiven engagiere dich für neue Technik und Nachhaltigkeit.

Wenn du einen abwechslungsreichen aber gleichzeitig sicheren Berufsweg gehen möchtest, ist die Immobilienkaufmann Ausbildung optimal für dich!

Wo arbeiten Immobilienkaufleute?

Als Immobilienkaufmann bist du in allen Bereichen der Immobilienbranche tätig. Die Auswahl deiner Arbeitgeber ist genauso vielfältig wie deine Arbeitsmöglichkeiten.

Immobilienkaufleute finden Anstellung in Wohnungsgesellschaften, bei Bauträgern, oder bei Projektentwicklern. Auch in Banken und Versicherungen wirst du für die Immobilienabteilung gesucht. Interessierst du dich besonders für das Immobilienmanagement, ist die Arbeit in einem Unternehmen im Bereich Facility-Management vielleicht das Richtige für dich.

Neben diesen klassischen Optionen lassen sich teilweise auch in Stadt– oder Kommunalverwaltungen Immobilienkaufleute finden. Neben dem Angestelltenverhältnis besteht zudem die Option, als selbstständiger Immobilienkaufmann im eigenen Unternehmen zu arbeiten und dich beispielsweise auf die Immobilienvermittlung zu spezialisieren.

Wie viel verdienen Immobilienkaufleute?

Als Immobilienkaufmann verdienst du ein Einstiegsgehalt von ungefähr 2.300 € bis 2.700 € brutto im Monat. Dieses Einstiegsgehalt variiert jedoch von Unternehmen zu Unternehmen, weshalb du dich bei deinem zukünftigen Arbeitgeber diesbezüglich erkundigen solltest.

Teilweise hast du das Glück, unter einem Tarifvertrag der Wohnungs– und Immobilienwirtschaft zu arbeiten. In diesem Fall ist dir ein Einstiegsgehalt von ungefähr 2.700 € sicher.

Mit wachsender Berufserfahrung steigt auch dein Gehalt. Je nach Erfahrung, Unternehmen, Aufgabenbereich und Bundesland kannst du bis zu 4.000 € brutto monatlich verdienen. In manchen Fällen verdienst du durch gelungene Vertragsabschlüsse eine Provision, die auf dein Gehalt aufgestockt wird.

Um an die Gehaltsspitze zu gelangen, sind Weiterbildungen wie die zum Immobilienfachwirt obligatorisch. Durch Fortbildungen vergrößerst du nicht nur deinen Wissensstand, sondern auch deinen Verdienst.

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Alternativen

Ähnliche Ausbildungsberufe

Du hast Interesse an der Wirtschaft, aber die Ausbildung zum Immobilienkaufmann ist nicht das Richtige für dich? Keine Sorge, es gibt eine Vielzahl ähnlicher Ausbildungsberufe, die dein wirtschaftliches Interesse integrieren.

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Inhalte

Was ist ein Immobilienkaufmann?

Immobilienkaufmänner sind in nahezu allen Bereichen der Immobilienwirtschaft zu finden. Im Berufsalltag eines Immobilienkaufmanns stehen Bürotätigkeiten ganz oben auf der Liste, aber gerade für Wohnungsbesichtigungen oder die Betreuung von Bauprojekten stehen auch außendienstliche Schichten auf dem Plan. Zu den Hauptaufgaben von Immobilienkaufleuten zählen das Erwerben, Vermitteln und Vermieten beziehungsweise Verkaufen von Immobilien und Grundstücken. Daneben spielen aber auch die Organisation und Planung von Bauprojekten eine Rolle und die Überwachung von Sanierungs– und Modernisierungsarbeiten. Bei Schadensmeldungen bist du für die Kommunikation zwischen Kunde und Unternehmen zuständig und kümmerst dich um die zeitnahe Instandsetzung. Die Buchhaltung stellt ebenfalls ein großes Tätigkeitsfeld für Immobilienkaufleute dar.

Ob es um die Betriebskostenabrechnung, das Aufstellen von Mietverträgen oder die kaufmännische Verwaltung geht, Immobilienkaufleute kennen sich in allen Immobilienabteilungen aus. Zum Teil fällt auch Öffentlichkeitsarbeit in Form von Marketingmaßnahmen an und die Organisation von Eigentümer– oder Mieterversammlungen. Insgesamt sieht das Tätigkeitsfeld des Immobilienkaufmanns also äußerst vielfältig aus.

Was lernt man in der Immobilienkaufmann Ausbildung?

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Bei der Ausbildung zum Immobilienkaufmann handelt es sich um eine duale Ausbildung. Das bedeutet, dass du, neben dem Erlernen der theoretischen Grundlagen in der Berufsschule, deine Fähigkeiten direkt praktisch in einem Ausbildungsbetrieb anwenden kannst. Durch die Kombination aus Theorie und Praxis bereitet dich die Immobilienkaufmann Ausbildung optimal auf deinen Berufseinstieg vor.

In der Berufsschule liegt der Fokus auf den Fächern Mathematik, Deutsch, Wirtschafts– und Sozialkunde. Daneben stehen berufsspezifische Kurse wie beispielsweise Wirtschaftsenglisch, kaufmännische Fähigkeiten und Wohnraumverwaltung auf dem Stundenplan. Du erlernst die theoretischen Grundlagen bezüglich Buchhaltung, Management und Recht. Auch die Kalkulation von Mietpreisen und das Aufstellen von Finanzierungsplänen gehören zum Ausbildungsinhalt dazu.

In deinem Ausbildungsbetrieb kannst du dein theoretisches Fachwissen praktisch vertiefen. Dein Ausbilder wird dir das Durchführen von Wohnungs– und Grundstücksbesichtigungen und die dazugehörige Kommunikation zwischen Kunde und Unternehmen nahebringen.

Du wirst bei der Planung von Bauprojekten und Finanzierungskonzepten mitwirken und erste Exposés erstellen. Dein theoretisches wirtschaftliches Wissen kannst du in deinem Ausbildungsbetrieb praktisch auf den Prüfstand setzen, indem du Rechnungen erstellst, Investitions– und Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchführst und Heiz– und Betriebskostenabrechnungen verfasst.
Die duale Ausrichtung der Ausbildung zum Immobilienkaufmann ermöglicht dir einen breiten Überblick über das Berufsbild und eine optimale theoretische und praktische Vorbereitung auf die Arbeit in der Immobilienwirtschaft.

Aufbau der Immobilienkaufmann Ausbildung

Bei der Immobilienkaufmann Ausbildung handelt es sich um einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf. Inhalte und Ablauf sind daher relativ einheitlich geregelt. Die Ausbildung gliedert sich in den theoretischen Teil in der Berufsschule und den praktischen Teil in deinem Ausbildungsbetrieb.

Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr erlernst du die Grundlagen der Immobilienwirtschaft. Die Hauptfächer bestehen aus Mathematik, Deutsch, Wirtschaft und Soziologie. Dazu kommen dann spezifischere Berufskurse wie Wirtschaftsenglisch und kaufmännische Kontrolle und Steuerung. Du lernst das Rechnungswesen kennen und die korrekte Immobilienbewirtschaftung. Buchhaltung und Recht sind ebenfalls wichtige Bestandteile der ersten beiden Ausbildungsjahre.

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Neben der Lehre in der Berufsschule arbeitest du regelmäßig in deinem Ausbildungsbetrieb. Deine dortige Tätigkeit hältst du in einem Berichtsheft fest, das ebenfalls bewertet wird. Dein Kenntnisstand wird in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres durch eine schriftliche Zwischenprüfung getestet.

Das dritte Ausbildungsjahr widmet sich schließlich der Vertiefung deiner bisherigen Kenntnisse der Immobilienwirtschaft. In der Berufsschule erlernst du unter anderem das Handeln mit Immobilien, die Immobilienfinanzierung und die Berücksichtigung des gesamtwirtschaftlichen Einflusses. Außerdem wählst du zwei Wahlqualifikationen aus, in denen du dich auf unterschiedliche Immobilienabteilungen spezialisieren kannst.

In deinem Ausbildungsbetrieb wirst du Baumaßnahmen begleiten und bei den Jahresabschlussarbeiten behilflich sein. Du wirst zudem das Bereitstellen von Informationen zur Unternehmenssteuerung erlernen und deine praktischen Fähigkeiten bei der Immobilienvermittlung festigen.

Am Ende des dritten Ausbildungsjahres steht schließlich die große Abschlussprüfung an, nach der du dich als staatlich anerkannter Immobilienkaufmann bzw. Immobilienkauffrau bezeichnen kannst. Die Abschlussprüfung beinhaltet drei schriftliche und eine mündliche Prüfung, die du für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung bestehen musst.

Fragen und Antworten

Was beinhaltet die Immobilienkaufmann Ausbildung?

In der Ausbildung zum Immobilienkaufmann bzw. zur Immobilienkauffrau lernst du alles rund um die Immobilienwirtschaft. Neben dem praktischen Teil der Ausbildung, den du in einem Ausbildungsbetrieb absolvierst, erlernst du in der Berufsschule die theoretischen Grundlagen der Immobilienverwaltung, –vermietung und –finanzierung.

Wie lange dauert die Immobilienkaufmann Ausbildung?

Die Immobilienkaufmann Ausbildung dauert grundsätzlich 3 Jahre. Je nach Schulabschluss und Leistung während der Ausbildung besteht die Möglichkeit, die Ausbildung auf 2 bis 2,5 Jahre zu verkürzen.

Was kostet eine Immobilienkaufmann Ausbildung?

Die Ausbildung zum Immobilienkaufmann ist für dich kostenlos. Da du während deiner Ausbildungszeit schon in einem Betrieb arbeitest, verdienst du sogar schon ein ordentliches Ausbildungsgehalt.

Welche Voraussetzungen gelten für Immobilienkaufmann Azubis?

Im Grunde gelten keine rechtlichen Voraussetzungen für Immobilienkaufmann Auszubildende. Praktisch wird aber meist die Hochschulreife oder mindestens die Mittlere Reife verlangt. Kenntnisse in Mathematik und Deutsch sowie wirtschaftliches Interesse solltest du ebenfalls mitbringen.

Wo kann ich die Immobilienkaufmann Ausbildung machen?

Die Immobilienkaufmann Ausbildung wird an fast jeder staatlich anerkannten Berufsschule angeboten. Du hast somit eine große Standortauswahl und kannst dich am Ort deines Ausbildungsbetriebs orientieren.

Welchen Abschluss habe ich nach der Immobilienkaufmann Ausbildung?

Mit Bestehen der Abschlussprüfung nach deinem dritten Ausbildungsjahr kannst du dich als staatlich anerkannter Immobilienkaufmann bzw. Immobilienkauffrau bezeichnen.

Warum Immobilienkaufmann werden?

Die Immobilienkaufmann Ausbildung zählt zu den bestbezahlten Ausbildungsberufen und ermöglicht dir einen sicheren Karriereweg mit einem guten Einstiegsgehalt.

Wer bildet Immobilienkaufleute aus?

Da es sich um eine duale Ausbildung handelt, wirst du zeitgleich in der Berufsschule und in einem Ausbildungsbetrieb ausgebildet. Bei der Wahl des Ausbildungsbetriebes stehen dir viele Optionen offen.

Gibt es ähnliche Ausbildungen in der Immobilienbranche?

Falls du wirtschaftliches Interesse besitzt, aber die Immobilienkaufmann Ausbildung nicht infrage kommen sollte, gibt es einige Ausbildungen, die in eine ähnliche Richtung gehen. Du findest sie hier.