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Ergotherapie Ausbildung 

Ergotherapeut werden

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Was lernt man in der Ergotherapie Ausbildung?

Als angehender Ergotherapeut lernst du medizinische, therapeutische und sozialpsychologische Methoden – stets mit dem Ziel, Menschen mit Einschränkungen zu unterstützen. Du hilfst ihnen, ihren Alltag möglichst selbstständig zu bewältigen.

Wie lange dauert die Ergotherapie Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und umfasst schulische sowie praktische Phasen.

Was kostet eine Ergotherapie Ausbildung?

Die meisten Ausbildungsplätze stehen dir kostenlos zur Verfügung. Lediglich an einigen privaten Berufsfachschulen musst du mit einem monatlichen Schulgeld bis zu 500 Euro rechnen.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Für die Ergotherapie Ausbildung benötigst du einen mittleren Schulabschluss, z. B. die Mittlere Reife. Je nach Anbieter kannst du auch mit einem Hauptschulabschluss durchstarten, wenn du weitere Qualifikationen vorweisen kannst.

Wo kann ich die Ergotherapie Ausbildung machen?

Entsprechende Ergotherapieschulen findest du in ganz Deutschland, meist in strategischer Nähe zu Kliniken, Krankenhäusern und anderen Einsatzorten für deine ausbildungsbegleitenden Praktika.

Welchen Abschluss habe ich nach der Ergotherapie Ausbildung?

Die dreijährige Ausbildung führt dich zum Abschluss „Staatlich anerkannte Ergotherapeutin“ bzw. „Staatlich anerkannter Ergotherapeut“.

Was bringt mir eine Ergotherapeuten Ausbildung?

Als Ergotherapeut erwartet dich eine vergleichsweise sichere berufliche Zukunft. Du darfst dich außerdem auf einen abwechslungsreichen Job freuen, bei dem kein Patient dem nächsten gleicht.

Wer bietet die Ergotherapie Ausbildung an?

Die Ausbildung wird von speziellen Berufsfachschulen für Ergotherapie angeboten. Sie kooperieren teilweise mit medizinischen und pflegerischen Einrichtungen, bei denen die Auszubildenden ihre Praktika ableisten können.

Gibt es ähnliche Ausbildungen wie Ergotherapie?

Weniger Patientenkontakt, mehr Forschungsarbeit, ein geringerer Fokus aufs Medizinische? Was auch immer du dir wünschst – es gibt die passende Ausbildung für dich.

Welche Ausbildungsinhalte erwarten mich?

Eine Ergotherapie Ausbildung bereitet dich darauf vor, Menschen jeden Alters zu unterstützen, wenn sie in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind. Verunfallte Sportler, chronisch kranke Senioren, Kinder mit Handicap – du lernst, woran du die Bedürfnisse unterschiedlichster Patienten erkennst und wie du die richtige Behandlung für sie bestimmst.

Deine Ausbildung zum Ergotherapeuten macht dich mit motorischen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten vertraut. Du erfährst, wie du sie in deinen Patienten erhalten bzw. wiederherstellen kannst.

Die Ergotherapie Ausbildung ist eine schulische Ausbildung. Das heißt, du lernst in Theorie und Praxis.

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Theoretische Inhalte an der Berufsfachschule

Deine theoretischen Grundlagenkenntnisse erwirbst du an einer Berufsfachschule für Ergotherapie. Hier erhältst du zunächst eine Einführung in medizinische Fragestellungen: Du lernst mehr über die Anatomie und Physiologie des Menschen sowie über typische Krankheitsbilder. So erhältst du ein umfassendes Verständnis dafür, wie der menschliche Körper funktioniert, welche Probleme der Kreislauf verursachen kann, was genau bei einem Herzinfarkt passiert und vieles mehr. Im Rahmen der Grundausbildung absolvierst du außerdem einen Erste-Hilfe-Kurs.

Aufbauend auf die Arzneimittel- und Krankheitslehre, erschließt du dir ergotherapeutische Behandlungsverfahren. Für diesen Theorieblock wechselt deine Klasse in der Regel in eine Turnhalle, eine Werkstatt oder einen ähnlichen Übungsraum. Denn ihr erarbeitet euch verschiedene Methoden, mit denen ihr später eure Patienten behandeln könnt. Das heißt für dich: Basteln, werken, Ball spielen, kneten, schleifen, Körbe flechten … Kurzum: Du erprobst in Eigenerfahrung, wie sich verschiedene Übungen auf die Fingerfertigkeit, die Konzentrationsfähigkeit, die Geschicklichkeit und viele weitere Aspekte auswirken. Deine Lehrer erläutern dir die Effekte bestimmter Bewegungsabläufe und Denkaufgaben auf den Körper. Mit diesem Wissen kannst du dich später in Patienten verschiedenster Couleur und mit unterschiedlichsten Einschränkungen hineinversetzen und die jeweils richtige Therapie für sie auswählen.

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An der Fachschule erhältst du des Weiteren Einblicke in diverse medizinische Fachgebiete, die mit dem Beruf des Ergotherapeuten eng verwoben sind:

  • Psychologie: Als angehender Ergotherapeut lernst du den Umgang mit psychisch angeschlagenen oder labilen Menschen. Denn viele deiner Patienten sind z. B. aufgrund einer Verletzung nach einem Unfall niedergeschlagen, tun sich schwer mit sozialen Interaktionen oder leiden gar unter einer psychischen Erkrankung. Du lernst, wie du einen guten Zugang zu ihnen findest und wie du pädagogisch korrekt mit ihnen umgehst.
  • Pädiatrie: Ein Großteil ergotherapeutischer Behandlungen entfällt auf Kinder bzw. wird diesen ärztlich verordnet, beispielsweise wenn ihre Entwicklung verzögert abläuft. In deiner Ausbildung lernst du, wie du Entwicklungsdefizite und Störungen zuverlässig erkennst. Du erfährst, wie du die kleinen Patienten dabei unterstützen kannst, ihre Feinmotorik zu verbessern, mit ADHS umzugehen oder ein besseres Körpergefühl zu erlangen. Deine Lehrer zeigen dir diverse Hilfsmittel, mit denen du Kinder auf Alltagssituationen vorbereiten kannst, beispielsweise auf das aufrechte Tragen eines schweren Schulranzens oder auf das ordentliche Schreiben mit einem Füller.
  • Gerontologie und Geriatrie: Da du ebenfalls viel mit älteren Menschen arbeiten wirst, befasst du dich mit den Vorgängen und Auswirkungen des Alterns. An welchen Leiden erkranken Ältere typischerweise? Wie wirkt sich das Alter psychologisch und sozial aus? In diesem Kontext lernst du Gedächtnis- und Bewegungsspiele kennen, mit denen du z. B. dementen Menschen helfen oder mit älteren Patienten spielerisch wichtige Alltagsbewegungen trainieren kannst.
  • Neurologie: Die Grundlagen neurologischer Erkrankungen lernst du, um Patienten zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder einem Bandscheibenvorfall betreuen zu können. Sie müssen eigentlich selbstverständliche Bewegungen aufs Neue lernen und üben, ihre Gliedmaßen wieder bewusst anzusteuern. Du unterstützt sie dabei und hilfst ihnen, in ihren privaten und beruflichen Alltag zurückzufinden.
  • Behindertenpädagogik: In der Schule beschäftigst du dich auch mit sonderpädagogischen Methoden, um Kinder und Erwachsene mit Behinderung optimal fördern zu können.
  • Orthopädie: Wie bindet man sich die Schuhe, wenn die Fingergelenke durch Arthrose versteifen? Wie zieht man ein Hemd an, nachdem der Arm durch einen Unfall gelähmt ist? Im orthopädischen Teil deiner Ausbildung lernst du, wie du Patienten bei Lähmungen, Amputationen und dergleichen unterstützt, ihre Selbstständigkeit zu bewahren, indem sie Bewegungen anders oder mit anderen Körperteilen ausführen.

Neben den medizinischen Inhalten stehen allgemeinbildende Fächer auf deinem Stundenplan, die du bereits aus der Schule kennst: Deutsch, Mathe und Wirtschaft zum Beispiel.

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Praktische Ausbildungsinhalte der Ergotherapeuten Ausbildung

Während deiner ergotherapeutischen Ausbildung verlässt du immer wieder die Schulbank und absolvierst ausbildungsbegleitende Praktika in passenden Betrieben. Dort hast du die Gelegenheit, theoretisch erlernte Therapiemethoden in der Praxis anzuwenden und Erfahrungen zu sammeln.

Wie viele Praktika du während deiner Ausbildung absolvierst, hängt von den Vorgaben deiner Ergotherapieschule ab. Der Ausbildungsrahmenplan gibt vor, dass du insgesamt 1700 Stunden im Praktikum verbringen sollst. Die meisten Berufsschulen verteilen diese auf mehrere Praktikumsabschnitte mit einer Dauer von 2 bis 8 Wochen. Ziel ist es, dass du die Praktikumsphasen in unterschiedlichen Einrichtungen verbringst, um so ein möglichst breites Verständnis des Berufsbildes zu erlangen.

Deine Praktika kannst du in ergotherapeutischen Praxen, Altenheimen oder Förderschulen absolvieren. Auch Tageskliniken, Reha-Kliniken und Einrichtungen für Behinderte bieten Praktikumsplätze an. In der Regel wirst du einer erfahrenen Ergotherapeutin oder einem langjährigen Ergotherapeuten an die Seite gestellt.

Von ihnen kannst du lernen und somit nach und nach selbst Behandlungen übernehmen. Deine praktischen Erfahrungen sammelst du in drei therapeutischen Tätigkeitsfeldern:

  • Psychosoziale Therapie: Im psychosozialen Bereich dreht sich alles um Gefühle und emotionale Fähigkeiten. Du sprichst eingehend mit deinen Patienten und lässt sie kleine Übungen durchführen, um zu erkennen, welche Ursache sich hinter ihren Problemen verbirgt. Warum kann sich z. B. die junge Mutter am Arbeitsplatz nicht konzentrieren? Und tut sich das Kind vielleicht so schwer in der Schule, weil es an einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leidet? Je nach Fall definierst du die richtige Behandlungsmethode. Du arbeitest mit Musik, lässt deine Patienten zur Entspannung etwas Kreatives gestalten und wendest dabei Methoden zur psychosozialen Stabilisierung an. Die Therapie erfolgt in Einzelsitzungen oder in der Gruppe.

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  • Motorisch-funktionelle Therapie: Diese Behandlung setzt du ein, wenn deine Patienten in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, beispielsweise nach einem Unfall oder im Alter. Du hilfst dem Mountainbiker nach seinem Sturz, sein Knie wieder im vollen Bewegungsradius zu nutzen. Oder du machst mobilisierende Übungen mit der älteren Dame, um ihre Beweglichkeit im Schultergürtel zu erhalten. Gerade mit älteren Menschen trainierst du darüber hinaus Alltagsbewegungen, damit sie typische Bewegungsabläufe wie das Kämmen der Haare oder das Bügeln ihrer Wäsche noch lange selbstständig ausführen können. In diesem Bereich verwendest du oft kleine Trainingsgeräte oder Spiele, um die Muskeln deiner Patienten zu kräftigen. Geschicklichkeitsspiele zum Training der Fingerfertigkeit oder gestalterische Aufgaben mit Ton, Papier etc. sind typische Maßnahmen.
  • Arbeitstherapie: Im arbeitstherapeutischen Bereich erstellst du individuelle Behandlungspläne für Menschen, die nach einer krankheitsbedingten Abwesenheit in ihren Beruf zurückkehren möchten. Du zeigst ihnen Optionen auf, wie sie trotz (noch) bestehender körperlicher Einschränkungen wieder erfolgreich am Arbeitsleben teilnehmen können. Sei es, indem du mit dem Büroarbeiter Kräftigungsübungen für die Finger durchführst, um ihn wieder ans Tippen an der Tastatur zu gewöhnen, oder ob du Sprechübungen mit einem Schlaganfallpatienten durchführst – du hilfst bei der Wiedereingliederung in den beruflichen Alltag.

In allen therapeutischen Arbeitsfeldern wirst du darüber hinaus lernen, die Fortschritte deiner Patienten zu dokumentieren. Das heißt, du hältst schriftlich fest, inwiefern sich die Beweglichkeit eines Patienten nach seiner Hüft-OP verbessert oder wie lange sich das behandelte Kind auf eine Aufgabe konzentrieren kann. Deine Berichte dienen dir dazu, den Behandlungsplan zu verfolgen und ggf. anzupassen. Darüber hinaus kannst du Absprachen mit Kollegen halten, z. B. mit Ärzten oder Logopäden, damit ihr gemeinsam die nächsten Schritte für eure Patienten bestimmen könnt.

Wie lange dauert die Ergotherapie Ausbildung?

Die schulische Ergotherapie Ausbildung dauert insgesamt 3 Jahre. Darin eingeschlossen ist der Unterricht an der Berufsfachschule sowie die intermittierenden Praktika in diversen Betrieben. Die Dauer der einzelnen Praktika unterscheidet sich je nach Berufsschule. Insgesamt verbringst du 1700 Stunden deiner Ausbildung mit praktischen Abschnitten, den Rest mit der schulischen Ausbildung.

Was kostet eine Ergotherapie Ausbildung?

Die dreijährige Ausbildung in Ergotherapie ist – wie häufig im Sozialwesen – nicht immer kostenlos. Während staatliche Schulen die Ausbildung meist schulgeldfrei anbieten, verlangen Privatschulen häufig Schulgeld. Bei beiden Varianten musst du mit zusätzlichen Kosten für Prüfungen, das Pendeln oder Schulmaterial rechnen.

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Da viele der ausbildenden Schulen in privater Hand sind, übernehmen seit einigen Jahren mehrere Bundesländer die laufenden Kosten. So können Auszubildende auch an privaten Ergotherapieschulen kostenlos oder zumindest zu geringeren Kosten lernen. Falls die Berufsfachschule deiner Wahl jedoch noch Schulgeld von ihren Azubis erhebt, kannst du auf finanzielle Unterstützung hoffen: Prüfe zum Beispiel, ob du einen Anspruch auf die Bundesausbildungsförderung (BAföG) oder die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) hast.

Ergotherapeut-Gehalt in der Ausbildung

Mit etwas Glück erhältst du eine kleine Vergütung von den Betrieben, in denen du deine Praktika absolvierst. Öffentlich finanzierte Kliniken und kommunale Krankenhäuser pflegen zudem teilweise Kooperationen mit Berufsfachschulen. Lernst du an einer solchen Schule, musst du deine Praktika bei den Partnerbetrieben absolvieren, erhältst dafür jedoch ein tariflich geregeltes Ausbildungsgehalt von ca. 1000 Euro brutto pro Monat.

Beachte jedoch, dass Praxen, Kliniken und Krankenhäuser normalerweise nicht verpflichtet sind, dich zu bezahlen, wenn kein Kooperationsvertrag mit deiner Fachschule besteht.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Wenn du Ergotherapeutin bzw. Ergotherapeut werden möchtest, benötigst du mindestens einen mittleren Schulabschluss, zum Beispiel den Realschulabschluss oder eine gleichwertige Schulausbildung. Einige Anbieter setzen sogar ein Abitur oder die Fachhochschulreife voraus. Teilweise hast du die Möglichkeit, auch mit einem Hauptschulabschluss einen der Ausbildungsplätze zu ergattern: Manche Anbieter akzeptieren deine Bewerbung, wenn du zusätzlich zu deiner schulischen Bildung eine mindestens zweijährige Berufsausbildung abgeschlossen hast.

Gern gesehen ist in den sozialen Berufen außerdem immer, wenn du bereits Erfahrung mitbringst. Du könntest zum Beispiel ein Vorpraktikum absolvieren oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in einem relevanten medizinischen oder pflegerischen Bereich abschließen.

Welche persönlichen Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Als angehender Ergotherapeut solltest du in erster Linie eine gute Portion Einfühlungsvermögen mitbringen. Denn du wirst tagtäglich eng mit Menschen zusammenarbeiten, die deinen Zuspruch benötigen und deine Motivation. Du solltest also geduldig und aufgeschlossen auf ihre Bedürfnisse eingehen können. Es darf für dich kein Problem darstellen, eng mit kranken, alten oder behinderten Menschen zu arbeiten.

Bei aller Einfühlsamkeit musst du jedoch am Ende des Tages beruhigt nach Hause gehen können. Du solltest also seelisch ausgeglichen und belastbar sein.

Da du deine Patienten häufig in gesundheitlichen Fragen beraten wirst, gehst du am besten selbst als Vorbild voran. Das bedeutet: Du solltest sportlich sein und einen aktiven und fitten Lebensstil vertreten. So tust du dich leichter, deinen Patienten passende Übungen vorzuführen. Du musst auch gar kein Profisportler sein. Es geht lediglich darum, die Vorteile eines guten Körpergefühls und einer robusten Fitness zu demonstrieren und somit den Spaß an Bewegung zu vermitteln.

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Zu guter Letzt hilft es dir auch, wenn ein kleiner Künstler in dir steckt. Denn als Ergotherapeut führst du zahlreiche kreative und künstlerische Übungen mit deinen Patienten durch. Da schadet es nicht, wenn du mit handwerklichem Geschick glänzen kannst bzw. wenn du Freude daran hast, auch selbst mal den Pinsel und die Bastelschere zu schwingen.

Wenn du diese Qualitäten mitbringst, findest du im Beruf des Ergotherapeuten eine abwechslungsreiche Beschäftigung, in der du eigenverantwortlich agieren und verschiedensten Menschen eine wertvolle Stütze sein kannst.

Wo kann ich die Ausbildung zum Ergotherapeuten machen?

Berufsfachschulen für Ergotherapeuten findest du in ganz Deutschland. Bei der Wahl deines Ausbildungsorts kannst du darauf achten, dass sich Krankenhäuser, Kliniken oder ähnliche Einrichtungen in der Nähe befinden. So musst du für deine Praktika im Optimalfall nicht umziehen oder pendeln.

Welchen Abschluss habe ich nach der Ergotherapie Ausbildung?

Die Ergotherapie Ausbildung schließt mit der Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannter Ergotherapeut“ ab. Um den Titel zu erhalten, musst du eine schriftliche, eine mündliche sowie eine praktische Abschlussprüfung bestehen. Im praktischen Prüfungsteil erarbeitest du zum Beispiel eine ergotherapeutische Behandlungssitzung und demonstrierst ausgewählte Auszüge.

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Weiterbildungen für Ergotherapeuten

Wenn du deine Verdienst- und Berufsaussichten weiter verbessern möchtest, bieten sich Fortbildungen in den Fachbereichen der Ergotherapie an. Du kannst dich beispielsweise in Musiktherapie, Kinesiologie, Gesundheitstraining, Rehabilitation oder Elternarbeit weitergehend qualifizieren.

Darüber hinaus sind Aufstiegsweiterbildungen möglich. Als ausgebildeter Ergotherapeut kannst du die Weiterbildung zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen besuchen. Sie ermöglicht dir den Aufstieg ins mittlere Management und damit die Übernahme von Führungsaufgaben. Gleiches gilt für die Weiterbildung zum Betriebswirt für Sozialwesen: Sie bereitet dich auf betriebswirtschaftlich geprägte Aufgaben im Controlling und im Personalwesen von sozialen Einrichtungen vor.

Ergotherapeut Studium

Wenn du ein Abitur oder Fachabitur in der Tasche hast, kannst du Ergotherapie auch studieren – oder das Studium an deine Ausbildung anhängen, um dich weiter zu qualifizieren. Beliebte Studiengänge sind z. B. der Bachelor of Arts Erziehungswissenschaft, der Bachelor of Science Ergotherapie oder Kombinationen mit Logopädie und Physiotherapie.

Den Studienabschluss kannst du in Vollzeit erwerben. Falls du nebenbei schon in den Beruf starten und praktische Erfahrung sammeln möchtest, stehen dir auch diverse berufsbegleitende und Teilzeit-Modelle zur Verfügung.

Warum sollte man Ergotherapeut werden?

Der Beruf des Ergotherapeuten verspricht dir eine sichere Zukunft. Da der moderne Mensch immer mehr Zeit im Sitzen verbringt und im beruflichen Alltag keine Zeit für Bewegung findet, nehmen Erkrankungen des Bewegungsapparats zu. Haltungsschäden und Rückenschmerzen sind die Folge. Und Patienten mit diesen Beschwerden landen wiederum bei dir. Der Bedarf an gut ausgebildeten Ergotherapeuten ist also hoch und deine Jobchancen entsprechend gut. Außerdem kannst du dich mit einer Ergotherapeuten Ausbildung auch erfolgreich selbstständig machen und deine eigene Praxis gründen.

Was macht ein Ergotherapeut?

Als Ergotherapeut arbeitest du in Kliniken, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie in pädagogischen und sozialen Einrichtungen. Außerdem findest du Anstellung in ergotherapeutischen Praxen. Dort betreust du die Heimbewohner, ambulante Fälle, Kinder, Senioren und Unfallopfer. Ihnen allen hilfst du, wieder mehr Selbstständigkeit im Alltag zu erlangen oder sich diese zu erhalten.

Deine Tätigkeiten reichen von der Anamnese über ausführliche Beratungsgespräche bis zur Erstellung individueller Behandlungspläne für deine Patienten. Du führst mit ihnen passende Übungen durch, die ihre Konzentrationsfähigkeit steigern, ihr Gedächtnis trainieren oder ihre Beweglichkeit erhöhen – je nach Vorgeschichte und Bedürfnissen des einzelnen Patienten.

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So hilfst du ihnen, Einschränkungen und Entwicklungsstörungen zu überwinden.

Du kannst entweder übergreifend als Ergotherapeut arbeiten oder dich auf bestimmte Patientengruppen spezialisieren und beispielsweise nur Ergotherapie für Kinder anbieten. Entsprechend unterschiedlich fallen deine Aufgaben als Ergotherapeut aus – aber auch deine Arbeitszeiten. In Praxen hast du meist geregelte Dienstzeiten. In Kliniken oder Heimen hingegen kann sich die Arbeitszeit auch aufs Wochenende erstrecken oder sie wird in Schichten auf vormittags und nachmittags verteilt.

Was verdient ein Ergotherapeut?

Ergotherapeuten erhalten in der Regel ein Einstiegsgehalt von ca. 2000 Euro brutto. Dieses kann sich im Laufe der Jahre merklich nach oben entwickeln. Arbeitest du in einer Klinik oder einem Heim in öffentlicher Trägerschaft, wirst du nach Tarifvertrag (TVöD) bezahlt. Dein Gehalt erhöht sich dann im Laufe der Zeit. Außerdem sind Sprünge bei Beförderungen möglich, beispielsweise wenn du eine Bereichsleitung übernimmst oder eine Aufstiegsweiterbildung zum Fachwirt machst.

Arbeitgeber, die nicht nach Tarif bezahlen – zum Beispiel Praxen und private Kliniken –, legen ihre Gehälter eigenständig fest. Mit ein wenig Verhandlungsgeschick kannst du aber meist ein ähnliches Einstiegsgehalt wie im öffentlichen Dienst erzielen.

Machst du dich selbstständig, legst du in Eigenregie deinen Stundenlohn fest. Beachte dabei die Abzüge für Steuern, Mietkosten für Behandlungsräume und dergleichen.

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Wer bildet Ergotherapeuten aus?

Ergotherapeuten werden an Berufsfachschulen ausgebildet. Die schulische Ausbildung wird durch Praktika ergänzt, die in Kliniken, Heimen, Praxen oder vergleichbaren therapeutischen Einrichtungen stattfinden.

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Ergotherapeuten müssen absolut offene Menschenkenner sein und die enge Arbeit mit Patienten schätzen. Falls dir das doch ein bisschen zu viel ist, sieh dich einfach in den folgenden Ausbildungen um.

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