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Mit einem Master Studium durchstarten

Deinen Bachelorabschluss hast du bereits in der Tasche, doch dann stellt sich die Frage: Sollte ich noch ein Master Studium dranhängen? Dies ist eine vollkommen berechtigte Frage, die sich viele Studentinnen und Studenten stellen. Wird doch gerne behauptet, dass der Bachelor „nichts Halbes und nichts Ganzes“ sei. Das Masterstudium kann durchaus sinnvoll sein, denn durch einen zusätzlichen Abschluss wird sich deine Studienerfahrung erhöhen. Hier erfährst du, wie sich ein Master Studium gestaltet, welche Kosten auf dich zukommen und wie du die richtige Entscheidung für dich triffst.

Was macht das Master Studium aus?

Nach dem Bachelor ist der Master der zweite akademische Grad, den du erreichen kannst. Er ist ein Aufbaustudium. Das bedeutet, dass ein abgeschlossenes Bachelorstudium eine von mehreren Zugangsvoraussetzungen ist. Von der Anerkennung her entspricht ein solches Studium dem Magister oder dem ersten Staatsexamen im Lehramt. Es dient dir dazu, dein Grundstudium zu ergänzen und einen gezielten Schwerpunkt zu setzen, dich also zu spezialisieren. Oder aber du behandelst in deinem Hochschulstudium einen vollkommen neuen Themenbereich und erweiterst dadurch im Master dein Wissen. Dies ist möglich, weil du ein Master Studium auch in zwei Fächern absolvieren kannst.

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Wie auch immer du dich entscheidest, du wirst neue Kenntnisse erwerben, ein höheres Leistungslevel erreichen und bessere Karriereperspektiven erhalten.

Seit 1999 wird ein einheitlicher europäischer Hochschulraum geschaffen. In der Bologna-Erklärung einigten sich 29 europäische Nationen darauf, Studiengänge anzubieten, zu denen sowohl ein Bachelorstudium als auch ein entsprechendes Masterstudium gehören. Dadurch wurden die sogenannten Magister– und Diplomstudiengänge ersetzt.

Die Studienform

Das Master Studium lässt sich in die Profiltypen „anwendungsorientiert“ und „forschungsorientiert“ und in verschiedene Studienmodelle unterteilen.

  • Der konsekutive Master: Hier bauen die Studieninhalte auf deinem Vorstudium auf, also deinem Bachelorstudium. Der Master gestaltet sich hier als postgraduales Studium. Sprich: Die Fachrichtung deines Bachelorstudiengangs grenzt die Wahl deines Masterstudiums ein. Die meisten Master-Studiengänge an Hochschulen gehören zu dieser Kategorie. Die zu erreichenden Abschlussbezeichnungen oder auch Gradbezeichnungen eines solchen Studiums sind
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    • Master of Arts
    • Master of Fine Arts
    • Master of Science
    • Master of Laws
    • Master of Engineering
    • Master of Education
    • Master of Music
  • Der nicht-konsekutive Master: Im Gegensatz zum konsekutiven Master baut der nicht-konsekutive Master logischerweise nicht zwingend auf dem zuvor absolvierten Bachelorstudiengang auf. Somit ist er eine Möglichkeit für Quereinsteiger, die einen grundständigen Studienabschuss vorweisen können. Allerdings verlangen Hochschulen gerne eine gewisse Berufserfahrung. Da der nicht-konsekutive Master teilweise als Weiterbildung auf akademischen Level gilt, als sogenannter Weiterbildungsmaster, kann er oft nicht durch Fördermöglichkeiten wie BAföG finanziert werden. Nichtsdestotrotz ist der verliehene Master-Grad dem konsekutiven Master-Abschluss gleichwertig.

Die Module

Das Master Studium wird, wie der Bachelor auch, in Module unterteilt. Bedeutet also, dass die unterschiedlichen Fachrichtungen wiederum verschiedene Teilbereiche beinhalten. Hier wirst du Leistungen erbringen müssen, die maßgebend für die letztendlichen Modulnoten sind. Die einzelnen Modulnoten und deine Master-Thesis bestimmen deinen Notendurchschnitt und somit deine Abschlussnote.

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Die Leistungspunkte

Diese Punkte werden auch Credit Points oder ECTS genannt. Sie sind für jedes Modul im Studienplan festgelegt. Wenn du deine Prüfungsleistungen also erfolgreich absolvierst, werden dir gemäß der Prüfungsordnung Credit Points gutgerechnet. Die Leistungspunkte stellen auch den Arbeits– und Zeitaufwand deiner Studienabschnitte dar. Die Anzahl der Leistungspunkte gibt dir also Auskunft darüber, wie viel zeitliche Eigenleistung du beispielsweise in das Verfassen von Hausarbeiten, das Vorarbeiten oder Nachholen von Lehrveranstaltungen oder in andere Erfordernisse investieren musst.

Ein Leistungspunkt steht für 30 Arbeitsstunden. Ein gutes Zeitmanagement brauchst du für dein Master Studium in jedem Fall. Wissen solltest du auch, dass du eine gewisse Punktzahl erreichen musst, um deine Master-Arbeit einreichen zu können.

Die Transparenz

Die neuen Masterstudiengänge stehen für Transparenz. So ist es möglich, die Leistungen verschiedener Abschlüsse sowohl in allen deutschen Bundesländern als auch in ganz Europa zu vergleichen. Wenn du deine Masterstudien in Angriff nehmen möchtest, wirst du also überall den gleichen Voraussetzungen bezüglich der Leistungspunkte gegenüberstehen. Das bietet dir den Vorteil, dass du bereits erbrachte Leistungspunkte an einer neuen Hochschule anrechnen lassen kannst, solltest du deinen Studiengang wechseln wollen. Wichtig ist hierbei, dass die Fächergruppen nicht komplett voneinander abweichen dürfen.

Für den Masterabschluss brauchst du mindestens 300 ECTS. Die Masterthesis oder Masterarbeit umfasst dabei im Normalfall 15–30 ECTS.

Das Diploma Supplement

Wenn du deinen Masterabschluss in der Tasche hast, erhältst du nicht nur ein Zeugnis, sondern auch eine englische Version deines Hochschulzertifikats. Auf dem sogenannten Diploma Supplement werden Angaben über deinen Abschluss und das Studienfach gemacht. Zusätzlich werden hier der Status deiner Hochschule und das Programm deines Studiums benannt, indem alle deine besuchten Kurse und die dazugehörigen Noten aufgeführt werden.

Die Akkreditierung

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Damit internationale Standards eingehalten werden, wurde während des Bologna-Prozesses ein spezieller Akkreditierungsrat gegründet. Dieser hat zur Aufgabe, zu gewährleisten, dass sowohl die Prüfungsordnung als auch die Ausrichtung der Studiengänge den Vorgaben entsprechen. Merke dir also, dass du bei der Wahl deiner Hochschule und deines Master Studiums auf die Akkreditierung der Studiengänge achtest

Wo kann ich das Master Studium absolvieren?

Zur Wahl stehen für dein Master Studium Universitäten, Fachhochschulen, aber auch Fernhochschulen könnten für dich infrage kommen. Wenn du nach deinem Erststudium gleich mit dem Master Studium starten möchtest, immatrikulierst du dich in der Regel an einer Universität oder Fachhochschule. Für gewöhnlich erwartet dich dann ein Vollzeitstudium mit Präsenzveranstaltungen.

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Bist du bereits berufstätig, kannst du ein Fernstudium in Teilzeit in Betracht ziehen. Auch hier werden dir viele verschiede Fernstudiengänge angeboten, die du berufsbegleitend absolvieren kannst. Die Lehrinhalte erarbeitest du dir im Selbststudium von zu Hause aus statt im Hörsaal. Im Gegensatz zum Präsenzstudium mit Anwesenheitspflicht musst du dich bei einem solchen Master Studium nicht nach festen Vorlesungszeiten richten. Allerdings können dich auch im Fernstudium kurze Präsenzphasen erwarten. In diesen besuchst du Seminare oder Workshops mit Anwendungsbezug an deiner Fernhochschule oder schreibst Klausuren.

Ansonsten wirst du online von deinen Dozentinnen und Dozenten betreut, absolvierst Onlinekurse und schreibst Seminararbeiten. Bedenken solltest du jedoch, dass du die Kosten solcher Fernstudiengänge meist selbst tragen musst.

Welche Mastergrade kann ich erreichen?

Nach deinem erfolgreichen Studienabschluss erhältst du entsprechend deiner Ausrichtung einen Mastertitel. In der Wahl deines Masterstudiengangs solltest du dich auf jeden Fall an deinen Berufszielen orientieren, denn einige Unternehmen verlangen für bestimmte Positionen einen entsprechenden Master. Vor allem Abschlüsse in selten gesehenen Fächergruppen können gut auf dem Arbeitsmarkt ankommen.

Viele Masterstudiengänge schließen mit der Bezeichnung Master of Arts ab. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Studienschwerpunkt auf den Geisteswissenschaften liegt. Diesen Titel kannst du also dann erwerben, wenn dein Studium beispielsweise in den Bereichen Gesellschafts– und Sozialwissenschaften sowie Sprach– und Kulturwissenschaften liegt.

Alle Fächer im Bereich der Naturwissenschaften schließen mit dem Titel Master of Science ab. Häufig entstammen diese Fächere den Bereichen Informatik, Physik und Mathematik. Auch Masterstudierende im Bereich der Wirtschaftswissenschaften erhalten nach Abschluss diesen Titel.

Beim Master of Engineering besteht ein starker Bezug zu den Ingenieurwissenschaften. Für gewöhnlich steht dir offen, ob du dich für einen ingenieurwissenschaftlichen oder für einen technischen Bereich entscheidest. Um Zugang zu einem solchen Studium zu erhalten, ist ein vorheriger Bachelorabschluss im naturwissenschaftlichen Bereich mit einer Mindestnote Voraussetzung. Denn hier gilt fast immer ein Numerus clausus (NC). Auch findet oftmals eine Eignungsfeststellung statt.

Absolventinnen und Absolventen eines juristischen Studiengangs erhalten den Abschluss Master of Laws.

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Die meisten Hochschulen haben für diese Studiengänge einen NC eingeführt. Wenn dein Wunschstudium also dazu gehört, arbeite an guten Modulnoten im Bachelor.

Für die kreativen Berufe steht der Master of Fine Arts zur Verfügung. Ein solcher Abschluss hilft dir, deine künstlerische Position weiterzuentwickeln und zu verfeinern. Auch wenn dich eine Mischung aus Theorie und Praxis erwartet, liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Tätigkeit.

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Für eine Spezialisierung im Bereich Musik gibt es extra den Master of Music.

Wenn du dir vornimmst, Lehrerin oder Lehrer zu werden, brauchst du auf jeden Fall den Master of Education. Anders als andere Masterlehrgänge ist dieser nicht einfach eine weitere Qualifikation, sondern Pflicht für den Karriereschritt ins Lehrerdasein. Nach deinem Abschluss gehst du in ein Referendariat an deiner gewählten Schulform. Aus diesem Grund ist der Master of Education mit dem ersten Staatsexamen vergleichbar. Während deines Bachelor Studiums entscheidest du dich bereits für eine Schulform und musst diese auch im Master beibehalten.

Zuletzt steht dir noch der Master of Business Administration zur Wahl. Masterabsolventinnen und Masterabsolventen in diesem Fachbereich können als qualifizierte Führungskräfte anspruchsvolle Führungsaufgaben und Managementpositionen übernehmen.

Wie erhalte ich meinen Masterabschluss?

Am Ende deines Studiums steht die Masterthesis, die Masterarbeit, an. Diese Thesis ist deine letzte wissenschaftliche Arbeit im Master Studium. Hier musst du beweisen, dass du wissenschaftlich arbeiten kannst, indem du gründlich recherchierst, richtig zitierst und eine Fragestellung entwickeln und beantworten kannst. Es wird also überprüft, ob du dein theoretisches Wissen auf ein konkretes Beispiel anwenden kannst.

Der Umfang deiner Forschungsarbeit orientiert sich an den Anforderungen der Diplom– und Magisterarbeit. Eine solche Thesis umfasst zwischen 70 und 90 Seiten und der zeitliche Aufwand beträgt ungefähr zwischen drei und sechs Monaten. Die exakten Richtlinien legt allerdings deine Hochschule fest. Deine Betreuerin oder dein Betreuer steht dir während der Erstellung deiner Masterarbeit zur Seite und erläutert dir den formalen Rahmen.

Worauf muss ich bei der Masterarbeit achten?

An oberster Stelle steht, dass du ein Thema wählst, welches dich persönlich anspricht. Wenn du mit Leidenschaft deiner Problemstellung nachgehst, sorgt dies für die nötige Motivation. Außerdem musst du darauf achten, deine Masterthesis weder zu kurz noch zu lang zu fassen.

Du stehst in der Pflicht, dir eine Betreuerin oder einen Betreuer für deine Masterthesis zu suchen. Wenn du diese dann fertiggestellt hast, hat die betreuende Person normalerweise vier Wochen für die Prüfung und Benotung deiner Thesis Zeit. Subjektive Bewertungen werden ausgeschlossen, indem die Thesis zusätzlich von einem zweiten, unabhängigen Korrektor gelesen wird. Dieser schlägt ebenfalls eine Note vor. Gemeinsam legen sich die beiden Korrektoren dann auf eine Note fest, wobei die deiner Betreuerin oder deines Betreuers höhere Gewichtung hat. Sollten sie sich uneinig sein, folgt eine dritte Einschätzung. Zudem wird deine Masterarbeit auch einer Plagiatsprüfung unterzogen.

An den meisten Hochschulen ist es darüber hinaus üblich, dass für die erfolgreiche Absolvierung deines Studiums ein Masterkolloquium stattfindet. Ein solches Kolloquium setzt sich aus der Präsentation deiner Masterarbeit und einer anschließenden Diskussion zusammen.

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Voraussetzungen für ein Master Studium

Die Aufnahmebedingungen für ein Master Studium sind etwas umfangreicher als die für das Bachelorstudium. Die erste Voraussetzung ist immer, dass du einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss erlangt hast. Für den weiterbildenden Master musst du darüber hinaus in der Regel mindestens ein Jahr Berufspraxis gesammelt haben.

Jegliche weiteren Qualifikationen bestimmt die jeweilige Hochschule. Informiere dich also frühzeitig über das Ausmaß dieser Voraussetzungen. So kann es sein, dass du für deine Einschreibung zuvor an einem Eignungsfeststellungsverfahren teilnehmen oder einen Fähigkeitstest bestehen musst. Wichtig sind auch die Art, die Fächer, das Profil und die Abschlussnote deines Bachelorstudiums.

Zulassungsbeschränkungen werden immer häufiger auch durch einen Numerus clausus bewirkt. Dieser wird individuell von jeder Hochschule festgelegt. Um in dein Wunschstudium zu gelangen, solltest du für einen entsprechend guten Notendurchschnitt sorgen.

Zudem verlangen einige Hochschulen auch eine schriftliche Bewerbung oder ein Motivationsschreiben.

Neben diesen formalen Voraussetzungen solltest du gewillt sein, engagiert für dein Master Studium zu arbeiten. Du hast Verpflichtungen, die du erfüllen musst. Regelmäßige Anwesenheit und Teilnahme an Seminaren sowie Gruppenarbeiten und Hausarbeiten sind ein Muss. Werde dir über die unterschiedlichen Lerntypen bewusst und schaffe dir deine ganz persönliche Wohlfühl-Lernatmosphäre. Vor Studienbeginn solltest du dir sicher sein, dass du den Schritt gehen möchtest, weitere Jahre akademisch zu arbeiten.

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Wie lange dauert ein Master Studium?

In der Regel wirst du vier Semester, also zwei Jahre lang studieren. Die Gesamtregelstudienzeit aus Bachelor und Master beträgt dann üblicherweise 10 Semester. Sowohl für Bachelor– als auch für Masterstudiengänge sind Regelstudienzeiten vorgesehen, es ist jedoch keine Pflicht, dein Studium auch in dieser Zeit zu absolvieren.

Einige Master-Studiengänge haben ein Auslandssemester oder ein Praxissemester bereits in der Regelstudienzeit eingeplant. Auslandaufenthalte außerhalb dieser würden deine Studienzeit verlängern. Auch wenn du ein berufsbegleitendes Teilzeitstudium absolvierst, wird die Studienzeit etwas mehr betragen.

Erhöht sich mein Gehalt nach dem Master Studium?

Dein Einstiegsgehalt nach einem Master Studium kann höher ausfallen, muss es aber nicht. Studien haben gezeigt, dass die Gehälter von Masterabsolventinnen und Masterabsolventen zum Berufseintritt durchschnittlich 15 % höher ausfallen als bei Bachelorabsolventinnen und –absolventen. Doch die Gehälter variieren vor allem je nach Fachbereich.

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Bedenke außerdem, dass bis zum Bachelorabschluss im Normalfall weniger Zeit vergeht als bis zum Master, so dass Absolventinnen und Absolventen oft jünger sind, wenn sie ins Berufsleben eintreten. So sammeln sie bereits Berufserfahrung, wenn Masterabsolventen erst einsteigen. Dadurch können Bachelorabgänger ihre Verdienstmöglichkeiten eventuell steigern.

Gleichzeitig gilt, dass in manchen Branchen ein Master der Schlüssel zum Erfolg oder sogar Voraussetzung für bestimmte Positionen ist.

Vorteile des Master Studiums

Auch wenn sich einige Studierende mit dem neuen Bildungssystem des Master Studiums schwertun, bietet es viele Vorteile. Ein Master Studium bietet dir die Möglichkeit, eine Spezialisierung oder Vertiefung zu wählen und deine Chancen auf dem Berufsmarkt zu steigern. Und das in nur wenigen Semestern. Oder aber du nutzt andere Forschungsschwerpunkte für eine Neuorientierung. Diesen erweiterten Wissenserwerb wissen vor allem Unternehmen zu schätzen.

Du musst dein Masterstudium auch nicht direkt nach deinem Bachelorabschluss machen. Du hast die Option, dir erstmal Handlungskompetenz anzueignen, indem du zunächst ein wenig Berufserfahrung durch Praktika sammelst.

Obendrauf werden dir andere Positionen in Unternehmen offenstehen, von denen viele einen Masterabschluss als Voraussetzung haben. Dadurch steigern sich womöglich auch deine Gehaltschancen.

Nachteile des Master Studiums

Auch wenn das Master Studium deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöht, können wir die Nachteile an dieser Stelle nicht auslassen. Zum einen wird deine Studienzeit um zwei bis vier Semester verlängert, während du weiterhin Kostenpunkte wie Miete und Verpflegung beachten musst. Außerdem sind die Zulassungsvoraussetzungen umfangreicher als bei einem Bachelor Studium.

Wenn du bereits berufstätig bist und deinen Job nicht aufgeben möchtest, eignen sich Teilzeitstudiengänge.

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Damit wirkst du zwar dem Kostenpunkt entgegen, jedoch erhöht sich deine Gesamtarbeitszeit. Außerdem betragen die Kosten eines Master-Fernstudiums zwischen 10.000–15.000€, wenn du an privaten oder dualen Hochschulen studierst.

Wie finde ich das richtige Master Studium?

Das Master-Studienangebot ist breit gefächert, weshalb für jeden etwas dabei ist. Wenn du den richtigen Studiengang für dich finden möchtest, solltest du einige Dinge beachten.

  • Welche Fachrichtung möchte ich belegen? Diese Frage ist wichtig, denn sie entscheidet über dein zukünftiges Berufsleben. Natürlich ist dieses dynamisch und du kannst dich immer weiter fortbilden oder neu orientieren. Dennoch solltest du etwas studieren, das in dir eine gewisse Leidenschaft entfacht. Schau dir die Wahlmodule und Wahlpflichtmodule der unterschiedlichen Studiengänge an oder geh zur Studienberatung.
  • Welche Hochschule ist die richtige für mich? Hier hilft dir das Lesen von Erfahrungsberichten, vor allem wenn du dich für ein Fernstudium entscheidest. Ein Hochschulranking kann dir auch einen Einblick in die Bewertungen von Hochschulen gewähren.
  • Brauche ich das Master Studium? Wenn der Beschluss über dein Berufsziel bereits feststeht, solltest du recherchieren, ob ein Master Studium dir wirklich Vorteile bringt. Wenn dieses als Voraussetzung gesetzt wird, dann schließe ein Master Studium ab. Wenn die Chancen aber auch mit dem Bachelor gutstehen, kannst du überlegen, ob sich die Extrastudienzeit lohnt.

Was kostet ein Master Studium?

Studiengebühren gibt es in Deutschland an öffentlichen Universitäten und Hochschulen keine. Jedoch verlangen die Hochschulen einen Semesterbeitrag. Diesen legen die Hochschulen selbst fest und du musst ihn pro Semester bezahlen. Der Semesterbeitrag kann zwischen 40 und 260€ liegen, jedoch mit Abweichungen nach oben und unten.

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Wie hoch die Beiträge letztendlich ausfallen, entscheidet, was alles darin enthalten ist. Zum Beispiel wird es teurer, wenn bereits ein Semesterticket für den Nahverkehr inkludiert ist.

Dazu kommen Kosten für Versicherungen, Miete, Lehrmaterialien, Lebensmittel und für deine Freizeit. Das wirst du bereits als Bachelorstudentin oder –student kennengelernt haben.

Wenn du ein Fernstudium antrittst, musst du für den Master mit Kosten zwischen 10.000–16.000€ rechnen, die du meist selbst tragen wirst. Die Kosten für ein Fernstudium sind so viel höher, da hier für gewöhnlich Studiengebühren anfallen.

Die Finanzierung deines Master Studiums

  • Kindergeld: Dieses erhältst du bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, solange du studierst. Zwischen Bachelor und Master dürfen nicht mehr als vier Monate liegen, damit das Kindergeld durchgehend weitergezahlt wird. Zudem darfst du nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten.
  • Bildungskredit: Dieser ist eine Finanzierung von Banken, für die du, anders als bei herkömmlichen Krediten, keine finanzielle Sicherheit vorweisen musst. Du erhältst zwischen 100 und 300 € monatlich über eine Zeit von drei Monaten bis zwei Jahren. Voraussetzung ist die Einschreibung an einer Hochschule im In– oder Ausland in einem Vollzeitstudium. Bedenke, dass du diesen Kredit später zuzüglich Zinsen zurückzahlen musst.
  • Studienkredit: Dieser funktioniert ähnlich wie der Bildungskredit. Hier kannst du allerdings monatlich zwischen 100 und 650 € erhalten und das für maximal 14 Semester.
  • Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG): Um auch im Master BAföG-berechtigt zu sein, ist zunächst ein abgeschlossenes Bachelor Studium wichtig. Zusätzlich musst du deinen Master innerhalb der  Regelstudienzeit absolvieren und darfst nicht älter als 35 Jahre sein. Außerdem darfst du dir zwischen Bachelor und Master keine Auszeit nehmen, wenn du weiterhin BAföG erhalten möchtest; dein Studium muss nahtlos weiterlaufen und die Pause darf nicht länger als einen Monat sein.
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  • Stipendium: Auf ein Stipendium musst du dich bewerben. Stipendien werden meist aufgrund von guten Leistungen, aber auch aufgrund von politischen oder sozialen Kriterien vergeben. Besonders bei einem Master Studium steigen deine Chancen auf ein Stipendium, da hier die Zahl an Bewerbungen niedriger ist als bei Bewerbungen auf Bachelor-Niveau.

Was kommt nach dem Master Studium?

Nach deinem Masterabschluss stehen dir viele Türen offen. Du kannst gleich ins Berufsleben starten oder gehst einen weiteren Bildungsschritt: die Promotion. Ziel der Promotion ist es, eigene Forschungsarbeit zu betreiben. Für deine Promotion musst du eine Dissertation, auch Doktorarbeit genannt, verfassen.

Um das Promotionsverfahren einzuleiten, musst du dich zunächst auf eine Promotionsstelle bewerben und einen Doktorvater oder eine Doktormutter finden. Hier hast du die Wahl zwischen verschiedenen Promotionsangeboten. Die Promotionsprogramme helfen dir dabei, eine wissenschaftliche Karriere einzuleiten und am wissenschaftlichen Diskurs teilzunehmen. Dabei wirst du von deinem Doktorvater oder von deiner Doktormutter in deinem Forschungsvorhaben betreut und nimmst an Kursen und Veranstaltungen zu verschiedenen Themen teil.

Eine Promotion kannst du entweder an einem Graduiertenkolleg oder an einzelnen Hochschulen anstreben. Oder aber du promovierst in Kooperation mit einem Unternehmen.

Noch Fragen?

Nun weißt du alles, was du über das Master Studium wissen musst! Studieren ist dein Ding und du kannst es gar nicht erwarten, dir noch mehr Wissen anzueignen? Dann ist deine Entscheidung getroffen. Hänge das Master Studium an deinen Bachelorabschluss dran und geh den nächsten Schritt. Durch die Vertiefung deiner Kompetenzen gewinnst du an Wert auf dem Arbeitsmarkt und eröffnest dir neue Möglichkeiten.

Hier ein paar Vorschläge für dich!

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