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Welche Ausbildung passt zu mir?

Traumberuf – für einige ist ganz klar, was sie sich darunter vorstellen, andere wissen nicht ansatzweise, was ihr Traumberuf sein könnte. Du stehst möglicherweise gerade vor deinem Schulabschluss oder spielst schon länger mit dem Gedanken, dich beruflich neu zu orientieren? Schnell wird dir dann die Möglichkeit einer Berufsausbildung in den Sinn kommen. Nachdem es in Deutschland jedoch über 300 verschiedene anerkannte Ausbildungsangebote gibt, ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten und die richtige Entscheidung für dich zu treffen. Wir möchten dir zeigen, wie du herausfindest, welche Ausbildung am besten zu dir passt und was du bei der Wahl deines Ausbildungsplatzes beachten musst.

Was will ich? Was kann ich?

Die Antwort auf die nicht gerade einfach zu beantwortende Frage „Welche Ausbildung passt zu mir?“ hängt nur von einer Person ab – nämlich von dir selbst! Mit einer Ausbildung setzt du den Startschuss für deine spätere berufliche Laufbahn. Die Arbeit, als ein Teil deines Lebens, wird dein ständiger Begleiter sein. Daher ist es wichtig, dir gut zu überlegen, welche Ausbildung für dich infrage kommt und wo du dich selbst in der Arbeitswelt siehst. Entsprechend startet deine Reise zum Traumberuf bei dir, oder vielmehr bei dem, was dich als Mensch ausmacht, wo deine Interessen, Stärken und Schwächen, Fähigkeiten und Ziele liegen.

Pro-Tipp: Um nicht den Überblick zu verlieren, kannst du ganz einfach Stift und Papier zur Hand nehmen und alle deine Gedanken oder Erkenntnisse aufschreiben. Indem du dir notierst, welcher Beruf oder welche Branche zu dir passen, zeichnest du so ein immer genaueres Bild und erleichterst dir deine Entscheidung für oder gegen einen Ausbildungsplatz enorm.

Step 1: Du und deine Interessen

Als ersten Schritt deiner Reise lohnt es sich, dich mit deinen persönlichen Interessen auseinanderzusetzen. Das sind vor allem Dinge, mit denen du dich besonders gerne beschäftigst und an denen du Freude findest. Ganz wichtig dabei ist, dass du dich mit dir selbst auseinandersetzt, denn: Jeder Mensch ist individuell und so auch seine Vorlieben und Interessen.

Eine Möglichkeit, deine Interessen herauszufinden, kann es sein, dich damit zu beschäftigen, was deine Hobbys sind oder was du in deiner Freizeit gerne tust. Gehst du beispielsweise gerne in Fitness– oder Yogastudios, könntest du möglicherweise eine Ausbildung zum Sportkaufmann bzw. Sportkauffrau in Betracht ziehen.

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Sollte sich dieses Interesse jedoch lediglich auf deinen privaten Rahmen beziehen, kannst du die Suche nach einem Ausbildungsplatz in diesem Bereich eher ausschließen.

Weiterhin lohnt es sich, neben deinen Hobbys auch in anderen Bereichen, beispielsweise in deinem sozialen Umfeld, nach deinen persönlichen Interessen zu forschen. Der Grund hierfür ist ganz einfach: Deine Arbeit wird einen großen Teil deiner Lebenszeit in Anspruch nehmen und du wirst in deinem Berufsleben garantiert erfolgreicher und zufriedener sein, wenn du einer spannenden Tätigkeit nachgehst, die dir Spaß macht.

Klar, Arbeit ist nicht immer mit Spaß verbunden, aber ein Job, der dich größtenteils glücklich macht, hilft dir, mit späteren beruflichen Herausforderungen besser umzugehen. Empfindest du Motivation für deinen Ausbildungsberuf, oder vielmehr deinen Traumberuf, wird dich das dabei unterstützen, täglich am Ball zu bleiben.

Step 2: Wo liegen deine Stärken und Schwächen?

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Interesse ist das eine, sich aber bewusst zu werden, wo genau die persönlichen Stärken und vor allem auch Schwächen liegen, das andere. Natürlich sollte deine Berufswahl immer mit etwas verbunden sein, das dir Spaß macht und wozu du dich selbstständig und ohne großen Aufwand motivieren kannst. Dennoch kommt es gerade im beruflichen Umfeld besonders auf deine Stärken an, die du in der täglichen Arbeit zeigen kannst.

Hast du beispielsweise schon oft als Babysitter gejobbt und viel positives Feedback bekommen, könnte dein passender Ausbildungsplatz in der Kinderbetreuung oder generell im sozialen Sektor liegen.

Sich bewusst zu werden, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen, bedeutet aber etwas mehr als das. Hier ist es wichtig, dass du ehrlich mit dir selbst bist. Das kann manchmal etwas umständlich oder unbequem sein. Daher haben wir dir eine kleine Anleitung vorbereitet, wie du mehr über dich selbst herausfindest und deinem Traumberuf so immer näherkommst.

Diese fünf Fragen werden dich dabei unterstützen, dir über deine persönlichen Stärken und Schwächen klar zu werden. Auch hier kann es nützlich sein, alle Antworten auf diese Fragen für dich aufzuschreiben. Let’s go!

  1. Welche Herausforderungen hast du bisher gemeistert oder auf welche deiner Leistungen bist du besonders stolz?
  2. In welchem Bereich hast du eine sichtbare Entwicklung hinter dir oder bist gerade dabei, dich weiterzuentwickeln?
  3. Welche Dinge gehen dir einfach von der Hand?
  4. In welchen Situationen oder bei welchen Themen wirst du oft von anderen um Hilfe gebeten?
  5. Wie schätzen andere (z. B. Familie, Freunde oder Lehrer) deine Stärken und Schwächen ein?

Setzt du dich ehrlich mit diesen Fragen auseinander, wirst du am Ende über eine Art Pro-Contra-Liste verfügen. Auch die eigenen Schwächen zu berücksichtigen, darf dabei nicht zu kurz kommen. Niemand gesteht sich gerne ein, in welchen Bereichen er noch nicht seinen persönlichen Wünschen entspricht. Allerdings kannst du aus dieser „Not“ auch eine Tugend machen, indem du beschließt, gerade in diesen Bereichen deine Fähigkeiten zu erweitern und daran zu wachsen.

Selbstverständlich musst du nicht sofort eine Antwort auf jede dieser Fragen finden und auch die Antworten selbst können von Zeit zu Zeit variieren oder sich verändern. Dennoch bringen sie dich auf deiner Reise zu der perfekten Ausbildung ein Stückchen weiter.

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Step 3: Deine Ziele und Wünsche

Der Weg ist das Ziel – oder die Reise? Egal, wie man es nehmen mag, lebenslanges Lernen ist heutzutage in aller Munde. Globalisierung und Digitalisierung eröffnen neue Möglichkeiten am laufenden Band. Ziele setzen, egal ob im beruflichen oder im privaten Leben, ist daher nicht gerade leicht. Über die Zeit verändern sie sich häufig. Auch bei der Suche nach der besten Ausbildung für dich solltest du dir ein paar übergeordnete Ziele setzen, die dich in deiner Berufswahl vorantreiben.

Nimm dabei auch auf deine Wünsche Rücksicht. Die Erfüllung der eigenen Wünsche ist meist der Schlüssel zu einem erfüllten Berufsleben. Deine Ausbildungswahl hat darauf also Auswirkungen. Um deine individuellen Ziele klarer für dich selbst definieren zu können, haben wir wieder einige Fragen zusammengestellt, die du beantworten kannst. (Auch hier nicht vergessen, fleißig mitzuschreiben, um das Bild deines Traumberufs genauer festzuhalten!)

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  1. Was ist für dich generell erstrebenswert, also was willst du im Leben erreichen?
  2. Welche Prioritäten setzt du in deinem Leben?
  3. Welche Meilensteine möchtest du auf deinem Weg zum Ziel absolvieren?
  4. Ist es überhaupt realistisch, diese Ziele irgendwann erreichen zu können?

Einen Überblick über die eigenen Ziele zu finden, schließt viele Lebensbereiche wie beispielsweise die Familie oder eben auch den Beruf ein. Viel mehr noch: Die einzelnen Bereiche bedingen sich oder hängen voneinander ab.

Auch wenn du eigentlich „nur“ eine Antwort auf die Frage nach der perfekten Ausbildung für dich suchst, solltest du dennoch deine übergeordneten Lebensziele miteinbeziehen.

Passung von Zielen und von Potenzial

Die erste Etappe deiner Reise ist geschafft! Jetzt heißt es: Keep going! Du hast dich im Rahmen deiner Berufsorientierung bisher sehr viel mit dir selbst beschäftigt und kannst genauer definieren, was du wirklich willst oder was du dir so ganz und gar nicht vorstellen kannst. Nun liegt es an dir, die verschiedenen Informationen miteinander zu verknüpfen. Deine Interessen mit deinen Stärken und Schwächen und deinen Zielen und Wünschen zu kombinieren.

Auch hier möchten wir gerne gewisse Schwerpunktthemen mit dir teilen, damit dir deine Einordnung in bestimmte Tätigkeitsfelder leichter fällt. Deine Schwerpunktthemen können beispielsweise die folgenden Felder abdecken:

  • sozialer und zwischenmenschlicher Bereich
  • Handwerkliches
  • Organisatorisches
  • Computer, Technik und Medien
  • Bildung, Lehre und Ausbildung
  • unternehmerischer Bereich
  • kreativer Bereich
  • Sport und Gesundheitliches
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Manche dieser Bereiche sind für sich schon sehr vielseitige Tätigkeitsfelder, andere dieser Branchen können gut kombiniert werden. Bist du beispielsweise kreativ und suchst auch in deinem beruflichen Leben den Kontakt zu Menschen, könnte eine Ausbildung zum Designer oder zur Designerin möglicherweise dein Traumberuf sein?

Hard Facts: Welche Ausbildung passt denn jetzt zu mir?

Du hast dich und deine Bedürfnisse mittlerweile gut analysiert und während deiner Berufsorientierung potenzielle Branchen gefunden, die dich zu deinem Traumjob führen können. Ein Stopp – fast der letzte – auf deiner Reise steht dir allerdings noch bevor: die Rahmenbedingungen kennen. Genauer bedeutet das, dich mit den äußeren Aspekten deiner Ausbildung zu beschäftigen. Voraussetzungen, Ausbildungsdauer, Kosten, Ablauf der Ausbildung, Prüfungen, zukünftiges Gehalt, Weiterbildungsangebote – das alles sind ebenfalls Faktoren, die du bei der Wahl deines Ausbildungsberufs betrachten solltest. Meistens sind das eher unliebsame Themen, die einen manchmal auch auf den Boden der Tatsachen zurückwerfen können. Trotzdem möchten wir dich dabei unterstützen, diese leidigen Aspekte anzugehen, um die Antwort auf deine Frage nach der besten Ausbildung für dich zu finden.

Voraussetzungen: Was muss ich mitbringen?

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Zu den wichtigsten Voraussetzungen gehört meist die Frage nach dem Schulabschluss. Anders als bei den meisten Studiengängen ist für das Absolvieren einer Ausbildung zunächst kein höherer Bildungsgrad notwendig. Mit dem in Deutschland verbreiteten Hauptschulabschluss kannst du auf dem Arbeitsmarkt in puncto Ausbildungen eine große Auswahl an Angeboten finden. Dennoch sind solche formalen Vorgaben meist Sache der Arbeitgeber, weshalb du dich gesondert zu den schulischen Voraussetzungen deiner konkreten Wunschausbildung informieren solltest.

Dauer und Ablauf der Ausbildung

Je nach Berufsorientierung variieren sowohl die Dauer als auch der Ablauf der Ausbildung. Berufsausbildungen absolvierst du in einem Ausbildungsbetrieb. Dort erwarten dich meist ein bis zwei Tage Berufsschulunterricht pro Woche, um auch die theoretischen Hintergründe deiner Branche aufzugreifen.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, anerkannte schulische Ausbildungen zu absolvieren. Hier ist die Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben zeitlich anders geregelt. Gerade für Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten, gibt es außerdem die Möglichkeit, gewisse Ausbildungsangebote in Teilzeit zu absolvieren. Generell gilt jedoch die übliche Dauer von 2–4 Ausbildungsjahren, je nach den individuellen Rahmenbedingungen.

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Prüfungsleistungen

Das wahrscheinlich unbeliebteste Thema im Bereich Ausbildungen sind die zugehörigen Ausbildungsprüfungen. Sie sollen sicherstellen, dass du das Gelernte auch verstanden hast und umsetzen kannst. Egal, ob praktisch oder theoretisch, mündlich oder schriftlich oder eine Kombination aus mehreren dieser Optionen – um Prüfungsleistungen kommst du während deiner Ausbildung nicht herum. Je nach deinen persönlichen Stärken oder Schwächen kann es sich also lohnen, dich bereits vor Beginn der eigentlichen Ausbildung mit den zu absolvierenden Prüfungen auseinanderzusetzen.

Money, money money: Kosten und Gehaltsfrage in der Ausbildung

Grundsätzlich gilt vor allem bei beruflichen Ausbildungen die sogenannte Kostenfreiheit. Damit ist gemeint, dass die Betriebe für alle Kosten im Bereich der Ausbildungskosten, Personalkosten für den Ausbilder, Prüfungsgebühren oder auch Arbeitsmaterialien aufkommen. Der Staat trägt außerdem die Finanzierung der Berufsschulen. Demnach kannst du ganz entspannt in deine Ausbildung starten und dich auf dein selbstständig erarbeitetes Gehalt freuen. Na ja, meistens zumindest. Einige Ausbildungsangebote sind darauf ausgelegt, dass die Auszubildenden selbst einen (großen) Teil der anfallenden Kosten decken müssen. Beispielsweise in der Physiotherapie-Branche könnte das auf dich zukommen.

Nicht nur während der Ausbildung spielt das liebe Geld eine nicht zu unterschätzende Rolle, natürlich sollte das Gehalt auch nach der Ausbildung stimmen. Je nach Berufswunsch solltest du deshalb beim Thema Vergütung gut recherchieren, damit du weißt, was auf dich zukommen wird.

Weiterbildungsangebote nach der Ausbildung

Weitsicht ist manchmal die beste Sicht. Auch im beruflichen Kontext kann dich das in deiner Ausbildungswahl beeinflussen. Bevor du also deine Ausbildung beginnst, informiere dich über die später verfügbaren Weiterbildungsangebote. Dazu solltest du herausfinden, welche Fortbildungsmöglichkeiten es in deinem Traumberuf gibt oder wie sehr dich eine möglicherweise stark spezialisierte Ausbildung bei der anschließenden Weiterbildung einschränkt.

Orientierungshilfen: Noch keine Traumausbildung gefunden?

Je nachdem wie lange du bereits auf der Suche nach der für dich passenden Ausbildung bist, können sich deine Vorstellungen verändern. Du verlierst den Fokus und weißt inzwischen gar nicht mehr, was du willst oder eben auch nicht willst. Auch für diesen Fall möchten wir dich über einige Angebote informieren, auf die du während deiner Berufsorientierung zurückgreifen kannst.

Sogenannte Erkundungstools, also beispielsweise ein Berufstest, Berufswahltest oder Orientierungstest, kannst du auf der Website des Arbeitsamts beziehungsweise der Bundesagentur für Arbeit ganz einfach online und unverbindlich absolvieren. Je nach Test werden dir einige Fragen gestellt, aufgrund derer du verschiedene zu dir passende Ausbildungsberufe oder Berufsvorschläge erhältst.

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Eine weitere Möglichkeit, die du während deiner Berufsorientierung in Betracht ziehen kannst, ist der Besuch von Jobmessen oder Ausbildungsmessen. Besonders vorteilhaft dabei ist, dass du bereits erste persönliche Kontakte zu Ausbildungsbetrieben knüpfen und dich detaillierter mit deren Angebot beschäftigten kannst.

Schließlich können dir diese Orientierungshilfen auch während deiner gesamten Reise zu deinem perfekten Ausbildungsplatz weiterhelfen. Egal, wie viele Zwischenstopps du eingeplant hast oder machen wirst, du selbst hast das Ticket zu deiner perfekten Ausbildung in der Hand. Trau dich, über dich selbst hinauszuwachsen!

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