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Ausbildungsberufe: Welche Möglichkeiten habe ich?

Wenn du kurz vor deinem Schlussabschluss stehst und deine berufliche Zukunft anpacken möchtest, sind Ausbildungsberufe ein toller Start ins Berufsleben. Abseits von Feuerwehrmann, Erzieher und Bankkaufmann oder Bankkauffrau gibt es noch viele weitere Traumberufe, versprochen! Im ersten Schritt lohnt es sich deshalb, dir einen Überblick über die Vielzahl verschiedener Ausbildungsberufe zu verschaffen. Anschließend kommt es auf dich an, samt deiner Voraussetzungen und persönlichen Wünsche oder Ziele. Wir greifen dir bei der Ausbildungssuche unter die Arme: Du erfährst hier, wie du erkennst, ob eine Ausbildung überhaupt für dich infrage kommt und wie du dich im Dschungel der vielen Möglichkeiten zurechtfindest.

Was genau ist eine Berufsausbildung?

Innerhalb einer Berufsausbildung erlernst du alles rund um ein bestimmtes Fachgebiet. Darunter fallen theoretisches Wissen und praktische Kenntnisse. In Deutschland gibt es eine große Auswahl an den verschiedensten anerkannten Ausbildungsberufen. Rechtlich wird dazu kein bestimmter Schulabschluss benötigt. Egal, ob Hauptschul– oder Realschulabschluss oder auch Abitur – mit einem in Deutschland anerkannten Schulabschluss hast du den Grundstein für deine Ausbildung gelegt. Dennoch werden sich die genauen Voraussetzungen nach den Anforderungen deines Ausbildungsinstituts oder Ausbildungsbetriebs richten.

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Gegen Ende der Berufsausbildung steht meist eine Art Abschlussprüfung an. Als letzter offizieller Schritt befähigt dich das Bestehen dieser Prüfung, anschließend als anerkannte Fachkraft in dem entsprechenden Bereich oder Beruf zu arbeiten.

Üblicherweise streben meist Schüler direkt nach ihrem Schulabschluss das Absolvieren einer Berufsausbildung an. Immer häufiger finden sich jedoch auch Azubis, die mit einer späteren Ausbildung nochmal in ein ganz neues Berufsfeld wechseln möchten. Auch die Zulassung zu einem Studium kann, beispielsweise im medizinischen Bereich, durch das Abschließen einer vorangegangenen Berufsausbildung beeinflusst werden.

Ausbildung ist nicht gleich Ausbildung

Die weitverbreitetste Form der Ausbildung ist die bereits beschriebene Berufsausbildung. Abseits dessen gibt es aber noch einige andere Ausbildungsformen. Diese unterscheiden sich oftmals in der Praxisnähe. Je nach Berufsbild kann das eher vorteilhaft oder aber auch von Nachteil sein. Ihnen gemein ist jedoch, dass die Praxis im Allgemeinen stärker fokussiert wird als beispielsweise in einem Studium. Hier ein Überblick über die verschiedenen Ausbildungsformen in Deutschland.

Die Berufsausbildung

Als standardisierte Form der Ausbildung sind typische Berufsausbildungen meist duale Ausbildungen. Genauer bedeutet das, dass die Auszubildenden sowohl innerhalb eines Unternehmens als auch im schulischen Kontext ihr Wissen und ihre Fähigkeiten erweitern. Berufsschulen sind daher nach den Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) sowie nach Ausbildungsverordnungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit oder ähnlicher Ministerien genormt. Meist beläuft sich hier der Alltag des Azubis auf ein bis zwei Tage Berufsschule pro Woche und die restliche Zeit wird im Unternehmen verbracht.

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Die schulische Ausbildung

Die weniger bekannte Ausbildungsvariante sind schulische Ausbildungen. Diese werden meist an Berufsfachschulen oder Kollegschulen absolviert. Hierbei sind vor allem die Aufteilung der verschiedenen Phasen, also Schulzeit und Unternehmenszeit, anders. Die Auszubildenden haben bei ihrer schulischen Ausbildung die Möglichkeit, im Rahmen von längeren Praxisphasen ihre Fachkenntnisse innerhalb eines Unternehmens zu erweitern. Neben den Praxisphasen werden auch Anerkennungspraktika abgeleistet. So haben Azubis die Chance, in verschiedene Unternehmen ihres Fachbereichs hineinzuschnuppern. Bei manchen schulischen Ausbildungen kann außerdem sogar der Erwerb der Fachoberschulreife, der Fachhochschulreife oder der fachgebundenen Hochschulreife inkludiert sein. Bei diesen sogenannten „Doppel-Qualifizierungen“ lohnt es sich, je nach Ausbildungswunsch und Berufsziel, noch einmal genauer nachzuforschen.

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Wann solltest du eine Ausbildung machen und wann nicht?

Zu entscheiden, dass du eine Ausbildung absolvierst, ist ein großer Schritt. Je nach Dauer bindet dich eine Ausbildung üblicherweise zwei bis vier Jahre an einen bestimmten Beruf und meist auch an deinen Ausbildungsbetrieb samt entsprechender Abteilung. Um zu entscheiden, wann das Absolvieren einer Berufsausbildung grundsätzlich Sinn ergibt, haben wir dir eine kleine Übersicht zusammengestellt.

Eine Ausbildung zu machen, lohnt sich für dich, wenn …

  • du weniger auf Theorie aus bist, sondern lieber praktisch arbeitest.
  • du lieber früher als später anfangen möchtest, dein eigenes Geld zu verdienen.
  • du dich in geregelten Abläufen und im schulischen Lernumfeld wohlfühlst.

Nun kennst du die hauptsächlichen Vorteile, die ein Ausbildungsberuf mit sich bringt. Sollte das deinen persönlichen Zielen entsprechen, hast du den ersten Schritt deiner Suche abgeschlossen und wirst in deiner neuen Rolle als Azubi aufgehen.

Eine Ausbildung solltest du eher nicht in Betracht ziehen, wenn …

  • du großes Interesse an Theorien und theoretischem Arbeiten hast.
  • monetäre Aspekte für dich zunächst keine große Rolle spielen.
  • du dir deinen Tag und deine beruflichen Ziele lieber frei einteilen möchtest.
  • du lieber dein eigener Chef bist und mehr an der Zusammenarbeit mit Kommilitonen interessiert bist.
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Nachdem du nun einen groben Überblick, über die Vor– und Nachteile von Berufsausbildungen erhalten hast, solltest du tief in dich gehen und dir überlegen, ob der erste Schritt in deine berufliche Zukunft im Rahmen einer Ausbildung stattfinden soll. Um mit einem klaren Ja auf die Frage antworten zu können, wirst du wahrscheinlich noch ein paar weitere Informationen benötigen.

Welche Ausbildungsberufe gibt es überhaupt?

Nun gut, möglicherweise kommt eine Berufsausbildung für dich infrage. Nun stehst du aber vor dem nächsten Rätsel: Welche Ausbildungen gibt es eigentlich? In welche Richtung möchte ich gehen? Was macht mir beruflich Spaß?

Fangen wir also ganz von vorn an. Zunächst lohnt es sich, einen Blick darauf zu werfen, was du gerne machst und wo deine Stäken, aber auch deine Schwächen liegen. Dazu ist ehrliche Selbstreflexion notwendig. Um dir das Einschätzen deiner Möglichkeiten etwas zu erleichtern, hier eine Auflistung, in welche übergeordneten Berufsfelder der Ausbildungsmarkt aufgeteilt ist:

  • Landwirtschaft, Natur und Umwelt
  • Produktion und Fertigung
  • Bau, Architektur, Vermessung
  • Metall und Maschinenbau
  • Elektro
  • IT und Computer
  • Naturwissenschaften
  • Technik und Technologie
  • Wirtschaft und Verwaltung
  • Verkehr und Logistik
  • Soziales und Pädagogik
  • Gesellschaftswissenschaften und Geisteswissenschaften
  • Kunst, Kultur und Gestaltung
  • Medien
  • Beamtenlaufbahn und Militärlaufbahn
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Selbstverständlich verstecken sich hinter diesen verschiedenen Berufsfeldern die unterschiedlichsten Ausbildungsmöglichkeiten. Einen ersten Überblick kannst du dir verschaffen, indem du durch unsere Bildungskategorien im Ausbildungsbereich stöberst. Dort findest du Möglichkeiten vom Industriekaufmann oder der Industriekauffrau bis hin zur Fachkraft in der Altenpflege.

Die 10 beliebtesten Berufe der Auszubildenden 2020

Bei der Frage nach deinem künftigen Ausbildungsplatz wirst du dich außerdem in deinem privaten Umfeld umschauen. Welche Ausbildungen haben deine Eltern oder Bekannte absolviert? Was sagt der Markt? Wo herrscht Fachkräftemangel? Es lohnt sich daher außerdem, einen Blick auf die beliebtesten Berufsausbildungen zu werfen.

Bei Frauen dominierten im Jahr 2020 verschiedenste Berufe aus dem Dienstleistungssektor.

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Beispielsweise waren die Medizinische Fachangestellte und die Verwaltungsfachangestellte ganz vorne mit dabei. Bei den Männern hingegen sind eher technische Berufe, beispielsweise als Fachkraft für Maschinen, gefragt.

Die beliebtesten Ausbildungsberufe im Jahr 2020 waren laut ausbildung.de die folgenden:

  1. Kaufmann/-frau im Einzelhandel
  2. Kaufmann/-frau für Büromanagement
  3. Fachinformatiker bzw. Fachinformatikerin
  4. Pflegefachmann/-frau
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  1. Industriekaufmann/-frau
  2. Verkäufer bzw. Verkäuferin
  3. Kfz-Mechatroniker bzw. Kfz-Mechatronikerin
  4. Bankkaufmann/-frau
  5. Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen
  6. Fachkraft für Lagerlogistik

Dauer & Vergütung: Das durchschnittliche Azubi-Gehalt

Nachdem du nun einen Überblick hast, welche Berufsausbildungen bei Auszubildenden hoch im Kurs stehen, wirst du nicht überrascht sein, dass sich die Gehälter je nach Ausbildungsberuf ganz schön unterscheiden. Die beliebtesten Ausbildungsberufe zählen leider oft zu den weniger gut bezahlten Berufen. Als Azubi kannst du mit folgenden Durchschnittsgehältern rechnen:

  1. Lehrjahr: 986 €
  2. Lehrjahr: 1.077 €
  3. Lehrjahr: 1.189 €
  4. Lehrjahr: 1.171 €

Wer genau aufgepasst hat, stellt fest, dass das vierte Ausbildungsjahr meist weniger gut vergütet wird als das zuvor abgeschlossene dritte Lehrjahr. Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Die meisten Ausbildungen erstrecken sich über circa drei Jahre. Nur die wenigsten Ausbildungsberufe erfordern eine Lehrzeit von vollen vier Jahren.

Berücksichtige in diesem Kontext, dass dein Schulabschluss sich auf die Dauer und somit auch die Vergütung deiner Ausbildung auswirken kann.

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Beispielsweise kannst du unter bestimmten Umständen mit einem Abitur eine Ausbildungsverkürzung beantragen. Diese reduziert die Ausbildungsdauer meist um ein Jahr. Somit wäre die offizielle Ausbildungszeit nach zwei (oder drei) Jahren bereits abgeschlossen.

Das solltest du noch über deinen Ausbildungsberuf wissen

Wenn du weißt, welche Berufsausbildung du anstreben möchtest, und du dir einen Überblick über die verschiedenen Vergütungen verschafft hast, bist du gut aufgestellt. Das sind meist die beiden wichtigsten Voraussetzungen, wenn es darum geht, eine für dich passende Ausbildung zu finden. Ein paar weitere Aspekte, die dich bei der Suche nach deinem Ausbildungsberuf unterstützen können, möchten wir hier an die Hand geben.

Rechte und Pflichten

Eine Vielzahl Auszubildender startet ihre berufliche Laufbahn recht schnell, nachdem sie ihren entsprechenden Schulabschluss in der Tasche hat.

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Die meisten werden innerhalb ihrer Schullaufbahn jedoch wenig bis kaum mit dem Thema „Rechte und Pflichten in der Ausbildung“ konfrontiert. Daher ein paar rechtliche Anhaltspunkte, die du während der Entscheidung für deine Ausbildung genauer betrachten solltest:

  • Ausbildungsverträge im Allgemeinen
  • Kündigung
  • Arbeitszeiten
  • Krankmeldung
  • Berichtsheft (falls vorhanden)

Pflichten und Termine

Sollte deine Entscheidung für einen Ausbildungsberuf konkreter werden, ist der nächste naheliegende Schritt das Suchen eines Ausbildungsplatzes. Auch hier gibt es einige wichtige Aspekte, die du nicht vernachlässigen solltest. Ähnlich wie bei einem Studium gelten auch für Auszubildende Bewerbungsfristen, die eingehalten werden müssen. Je nach Wunschberuf variiert der entsprechende Zeitraum jedoch. Du solltest dich also bezüglich deiner Branche nochmal detailliert informieren. Generell gilt, dass die meisten Unternehmen bereits im Vorjahr des eigentlichen Ausbildungsbeginns nach dem perfekten Kandidaten oder der perfekten Kandidatin Ausschau halten.

Die meisten Ausbildungen beginnen zum 1. August oder zum 1. September. Befindest du dich also in deinem vorletzten oder letzten Schuljahr, wird es höchste Zeit, mit der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu beginnen.

Je nach Beruf gibt es möglicherweise mehr Ausbildungsstellen als eigentliche Bewerber. Gerade bei großen Unternehmen ist der Andrang jedoch meist sehr hoch, weshalb es sich lohnt, den Bewerbungszeitpunkt so früh wie möglich zu setzen. Meist kannst du deine Bewerbung bereits mit dem Zeugnis des Vorjahres oder deinem aktuellen Halbjahreszeugnis absenden.

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Im Gegensatz zu den beruflichen Ausbildungen gibt es bei den schulischen Ausbildungen einheitliche Fristen, die du einhalten musst. Auch hier lohnt es sich, dich frühzeitig über die Einschreibungstermine zu informieren, um eventuelle Termine nicht zu verpassen.

Weiterbildung nach deinem ersten Ausbildungsberuf

Je nach Ausbildung unterschieden sich auch die späteren beruflichen Möglichkeiten. Ein Bankkaufmann oder eine Bankkauffrau wird meist innerhalb des Bankwesens tätig sein. Selbstverständlich kann es auch hier Abweichungen geben, doch ist der Berufsweg eher geradlinig. Eine Pflegefachkraft im gesundheitlichen Bereich hingegen hat bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes meist mehrere Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung: In der Altenbetreuung, in der Pflege von behinderten Menschen sowie in Reha-Einrichtungen stehen ihnen Chancen offen.

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Demnach solltest du dich bereits vor Beginn deiner Ausbildung über die verschiedenen beruflichen Optionen oder Fort– und Weiterbildungsmöglichkeiten informieren. Das Stichwort „Aufstiegsweiterbildungen“ fällt in diesem Kontext öfter. Ziel derer ist es, nach deiner ersten beruflichen Qualifikation dein Wissen und deine Fähigkeiten zu erweitern, um einen nächsten Spross auf deiner Karriereleiter zu erklimmen. Gerade in kaufmännischen Berufen stehen die Weiterbildungen zum Fachwirt oder zum Betriebswirt hoch im Kurs. Diese werden teilweise sogar mit dem Absolvieren eines Bachelorstudiums gleichgesetzt.

Der Weg in deinen Ausbildungsberuf

Du siehst, die Entscheidung für oder gegen einen Ausbildungsberuf hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Oftmals ist es nicht leicht, so eine wichtige Entscheidung von jetzt auf gleich zu treffen. Eine Möglichkeit, in verschiedene Berufe hineinzuschnuppern, können diverse Praktika oder ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) sein. So hast du die Chance, einige Berufe auszuprobieren und ihre täglichen Aufgabenbereiche etwas näher kennenzulernen. Viel Glück bei der Suche deinem Ausbildungsberuf!

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