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© Nik Shuliahin; Unsplash

Heilpraktiker für Psychotherapie – Alles zur Weiterbildung

Dein Ratgeber für die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie

Eine Weiterbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie kannst du sowohl an einer Heilpraktikerschule als auch im Rahmen eines Fernlehrgangs absolvieren. Unabhängig davon, für welchen Weg du dich entscheidest, kannst du mit guten Berufsaussichten und attraktiven Arbeitsbedingungen rechnen. Der nachfolgende Beratungstext hält Antworten auf wichtige Fragen rund um die Ausbildung bereit.

Warum solltest du überhaupt Heilpraktiker für Psychotherapie werden?

Zusammen mit Psychiatern, Psychologen und Psychotherapeuten sind Heilpraktiker für Psychotherapie die zentralen Ansprechpartner für Menschen bzw. Patienten mit psychischen Problemen. Wenn du also gut mit Menschen umgehen kannst, dir ihre individuellen Situationen und Problemlagen zu Herzen nehmen, emphatisch bist und über ein ausgezeichnetes zwischenmenschliches Gespür verfügst, dann solltest du ernsthaft darüber nachdenken, dich zum Heilpraktiker für Psychotherapie weiterzubilden.

Du wärest dann dafür verantwortlich, Menschen psychologische Unterstützung zuteilwerden zu lassen, das heißt also: mit einer hoch verantwortungsvollen und abwechslungsreichen Aufgabe konfrontiert. Gleichzeitig steigt deine persönliche Autonomie, weil du dich als Heilpraktiker selbstständig machen kannst. Deine Berufsaussichten sind aufgrund der leider steigenden Zahl seelischer Erkrankungen, wie etwa Burn-Out, vorzüglich.

Welche Anbieter gibt es für die Weiterbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie?

Wie bereits erwähnt hast du bei der Ausbildung die grundlegende Wahl zwischen der Form des (berufsbegleitenden) Fernstudiums und des Präsenzlehrgangs. Außerdem kannst du dich zwischen privaten Bildungsinstituten und Heilpraktikerschulen entscheiden. Die Studiengebühren können hier zwischen 1100 Euro und 7400 Euro schwanken, sodass finanzielle Aspekte eine große Rolle bei deiner Entscheidung für die konkrete Ausbildungsform spielen können. Worauf es schließlich ankommt ist, dass du die staatlich anerkannte Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie erfolgreich absolvierst. Diese wird im Anschluss an deine Ausbildung bei den zuständigen Gesundheitsämtern abgelegt. Das heißt also, dass du die Ausbildung als Vorbereitung auf diese Prüfung verstehen solltest. Wichtig ist hier, dass du dir darüber klar wirst, welches Format dir den größten Lernerfolg beschwert.

Die deutschlandweit bekanntesten und beliebtesten Anbieter der Weiterbildung sind unter anderem die SGD, die ALH, thalamus Heilpraktikerschulen, die ILS und das BTB.

Welche Voraussetzungen musst du für die Weiterbildung erfüllen?

Für die Weiterbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie sind zunächst keine spezifischen Teilnahmebedingungen zu erfüllen. Prinzipiell solltest du jedoch einen offenen Charakter haben, Menschen gerne helfen und ihnen gekonnt zuhören können sowie ein überdurchschnittliches Interesse an medizinischen und Psychologischen Fragen mitbringen.

Um nach deiner Weiterbildung zur staatlichen, amtsärztlichen Heilpraktikerprüfung zugelassen zu werden, musst du jedoch einige formale Kriterien erfüllen: So musst du mindestens 25 Jahre alt sein, deinen Wohnsitz in Deutschland bzw. eine EU-Bürgerschaft haben, wenigstens über einen Hauptschulabschluss verfügen, einen Nachweis deiner gesundheitlichen Eignung erbringen sowie ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.

Welche Abläufe und Inhalte erwarten dich in der Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie?

Wie weiter oben schon angesprochen, gibt es mehrere mögliche Formate, die du bei der Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie auswählen und miteinander kombinieren kannst. So kannst du beispielsweise für einen Präsenzlehrgang optieren, welchen du in Form von Vormittags-, Abends- und / oder Wochenendkursen über einen Zeitraum von zwei bis vier Jahren absolvierst. Hierbei liegen die Kosten zwischen ca. 1750 Euro und 6000 Euro. Alternativ dazu hast du jedoch auch die Möglichkeit, einen Vollzeitlehrgang in drei bis zwölf Monaten abzulegen. Mit Kosten zwischen 2150 Euro und 7400 Euro handelt es sich dabei allerdings um die kostenintensivste Variante. Mit Kosten von 1100 Euro bis 2050 Euro ist das Fernstudium am preiswertesten. Es nimmt in der Regel zwölf bis 15 Monate in Anspruch.

Die Inhalte deiner Ausbildung werden in jedem Fall um drei Kernbereiche kreisen. Erstens wirst du detaillierte Einblicke in die klinische und Sozialpsychologie sowie die Entwicklungs-, Beratungs- und Jugendpsychologie erhalten. Zweitens wirst du lernen, wie du naturheilkundliche und ganzheitliche Therapiemethoden praktizieren kannst. Drittens werden die Diagnose und Behandlung verschiedener psychischer Krankheitsbilder gelehrt.

Wie sehen dein Berufsbild, dein Arbeitsalltag und deine Gehaltsaussichten als Heilpraktiker für Psychotherapie aus?

Allgemein wirst du als Heilpraktiker für Psychotherapie dafür zuständig sein, emotionale, psychische und psychosomatische Krankheitsbilder zu diagnostizieren sowie den Heilungsprozess unterstützend zu begleiten. Dabei kommen sowohl Einzeltherapien als auch Gruppentherapien zum Einsatz, in denen du auf ausschließlich naturheilkundliche Ansätze zurückgreifst. Dieser Aufgabenbereich ist im Heilpraktikergesetz (HeilprG) festgeschrieben. Konkret kann es sich bei den dir zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden u.a. um Hypnosen, Aroma- und Atemtherapien oder Autogenes Training handeln.

Da die Mehrheit aller Heilpraktiker für Psychotherapie eine eigene und selbstständige Praxis hat, ändert sich dein Arbeitsort nicht. Dies erleichtert u.a. die Familienplanung. Als geschulter und ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der alternativen Behandlung psychosomatischer Krankheiten profitierst du zudem von besonders guten Berufsaussichten. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die öffentliche Akzeptanz des Heilpraktikerberufs stetig und die klassische Schulmedizin zunehmend an ihre Grenzen stößt.

Mit einem durchaus angenehmen Arbeitspensum von weniger als 30 Stunden wöchentlich kannst du als Berufseinsteiger mit etwa 25.000 Euro Bruttojahresgehalt rechnen. Mit zunehmender Erfahrung kann sich dieser Lohn innerhalb des ersten Jahrzehnts jedoch auf 40.000 Euro erhöhen.

Fazit

Der Beruf des Heilpraktikers für Psychotherapie wird in unserer heutigen Gesellschaft mehr gebraucht denn je. Gleichzeitig, und das ist einer der Gründe für seine Attraktivität, ist die Ausbildung offen für alle und lässt sich ausgezeichnet mit Familie und Beruf vereinen. So kannst du die Ausbildung je nach Format bereits innerhalb von drei Monaten absolvieren. Aufgrund der steigenden Akzeptanz des Heilpraktikerberufes in der Bevölkerung, der zunehmenden Zahlen seelischer Erkrankungen sowie der immer offensichtlicher werdenden, partiellen Hilflosigkeit der klassischen Schulmedizin kannst du mit hervorragenden Berufsaussichten rechnen. Auch bei einer Wochenarbeitszeit von unter 30 Stunden winken dir bereits als Berufseinsteiger attraktive Gehälter. Wenn du über die charakterliche Eignung für diesen hoch verantwortungsvollen und faszinierenden Beruf verfügst, solltest du den Schritt daher auf jeden Fall wagen!