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Die Heilpraktiker Ausbildung als Fernstudium

Wer eine Berufsausbildung absolvieren möchte, interessiert sich natürlich auch für das Gehalt beziehungsweise das Einkommen, das er mit seiner späteren Berufstätigkeit erzielen kann. Allerdings gibt es Berufe, für die keine festen Gehalts- oder Einkommensangaben möglich sind. Ein Beispiel ist der Beruf des Heilpraktikers. Das Einkommen des Heilpraktikers hängt von diversen Faktoren ab, zum Beispiel, ob man selbstständig in der eigenen Praxis oder als Angestellter tätig ist. Entscheidend sind auch das Bundesland und die Stadt, in der man tätig ist und ob man seinen Beruf in Teilzeit oder Vollzeit ausübt.

Das Gehalt eines Heilpraktikers im Angestelltenverhältnis

Faktoren, die das Gehalt im Angestelltenverhältnis beeinflussen:

Das Angestelltenverhältnis ist eine Möglichkeit, die Tätigkeit eines Heilpraktikers auszuüben. Das lohnt sich vor allem, wenn man als frisch ausgebildeter Heilpraktiker noch nicht über ausreichend Mittel verfügt, eine eigene Praxis zu eröffnen oder sich nicht mit einem Kredit für eine Praxisausstattung belasten möchte. Hier gibt es beim Thema Verdienst einige Faktoren, die das letztendliche Gehalt beeinflussen. Dazu zählen, Bundesland, Stadt, Berufserfahrung, die Größe der Praxis, da größere Betriebe häufig besser bezahlen als kleinere. Ein weiterer Faktor ist die Steuerklasse. Ebenso kommt der Umfang der Tätigkeit (Teilzeit, Vollzeit, Minijob) hinzu. Ein durchschnittliches Gehalt eines Heilpraktikers im Angestelltenverhältnis beträgt etwa 2.200 Euro brutto.

Die Abweichungen im Gehalt können stark abweichen. Je nachdem, in welcher Praxis man angestellt ist, kann der Verdienst zwischen 1.000 und 3.000 Euro brutto liegen. Weniger als 2.000 Euro brutto sollte man nicht akzeptieren, es sei denn, es ist nur ein Teilzeitjob oder Nebenverdienst. Was als Nettoeinkommen übrigbleibt, hängt von der Steuerklasse ab. Mithilfe eines Gehaltsrechners im Internet kann man leicht seinen Nettolohn berechnen.

Das Gehalt eines selbstständigen Heilpraktikers

Das genaue Gehalt eines Selbstständigen Heilpraktikers zu bestimmen ist schwierig. Da auch hier wieder zahlreiche Einflussfaktoren zu berücksichtigen sind.

Wesentliche Einflussfaktoren sind:

Wer keine Kreditschulden für seine Praxis mehr abzahlen muss und sich seit einiger Zeit einen recht großen Kundenstamm aufgebaut hat, hat zumeist natürlich einen deutlich höheren Verdienst als jemand, der erst vor kurzem eine Heilpraktiker Praxis eröffnet hat.

Ein guter Rat für angehende Freiberufler

Am Anfang ist es ratsam kleine Brötchen zu backen und nicht zu viel Geld in Praxisausstattung hineinstecken. Einige Dinge können gebraucht gekauft werden, beispielsweise Stühle oder Behandlungsliegen. Das genügt anfangs auch.

Mehr Einkommen zu verdienen, bedeutet auch, an die Wirtschaftlichkeit zu denken.
Das Stichwort ist der Break-Even-Point. Dieser Punkt muss erreicht werden, damit auch tatsächlich Gewinn erzielt wird. Alle Einnahmen, die man im Vorfeld erzielt, dienen nur zur Abdeckung der fixen Kosten. Erst bei Erreichen der Gewinnschwelle kann man von einem richtigen Verdienst sprechen. Die Gewinnschwelle hilft beim Errechnen, wie viele Patienten zur Behandlung kommen müssen, damit ein wirtschaftlicher Gewinn erzielt wird.

Der Stundenlohn eines Heilpraktikers

Durchschnittlich erhält ein Heilpraktiker etwa 40 Euro je Stunde. So kann man sich ausrechnen, wie viele Behandlungen nötig sind, um Kosten und Gehalt abzudecken. Es wäre am Anfang ein Fehler, nur für die Deckung der fixen Kisten zu arbeiten. Der Break-Even-Point kann zu Beginn der Praxistätigkeit etwas niedriger gehalten werden, aber nicht so, dass die Qualität der Arbeit leidet.

Welchen Einfluss hat die Krankenkasse auf den Verdienst eines Heilpraktikers?

Patienten der gesetzlichen Krankenkassen zahlen ihre Behandlung bei einem Heilpraktiker selbst. Bei Patienten der privaten Krankenversicherung sieht das häufig anders aus. Die Behandlung eines Heilpraktikers ist oft im monatlichen Versicherungsbeitrag enthalten. Das liegt daran, dass die Nachfrage der Versicherten nach alternativen Heilmethoden und Heilpraktikern wächst.

Höheres Gehalt durch weitere Qualifikationen als Heilpraktiker

Ein weiterer Gehaltsfaktor, der berücksichtigt werden muss, ist der, ob man über weitere Qualifikationen als Heilpraktiker verfügt. Hat man beispielsweise zusätzlich die Weiterbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie absolviert, so kann man natürlich mit einem höheren Gehalt rechnen, als ein Heilpraktiker ohne die zusätzliche Spezialisierung.

Fazit

In Deutschland sind über 30.000 Heilpraktiker tätig. Heilpraktiker werden immer häufiger nachgefragt und gebraucht. Die Krankenkassen reagieren darauf und einige haben bereits die ambulante Heilbehandlung in ihr Leistungsangebot aufgenommen. Als Heilpraktiker wird man auch zukünftig einen ausfüllenden Beruf und ein einträgliches Einkommen haben, denn diese Behandlungen werden häufig gewünscht und in Zukunft häufiger gewünscht werden.