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© humberto chavez; Unsplash

Das Berufsbild des Heilpraktikers

Heilpraktiker – der Beruf

Als Heilpraktiker übt man die Heilkunde aus. Basierend auf der traditionellen Naturheilkunde beschäftigt sich ein Heilpraktiker mit der Feststellung, Linderung und Verbesserung von Krankheiten und Symptomen. Anders als ein Arzt geht es dem Heilpraktiker nicht hauptsächlich um die Symptomlinderung, sondern viel mehr um die Ursachenbekämpfung. Heilpraktiker greifen nicht auf die Schulmedizin zurück, sondern versuchen die Problematik mit reiner Heilkunde anzugehen.

Die Geschichte des Heilpraktiker Berufs

Um das Berufsbild des Heilpraktikers besser zu verstehen, hilft auch ein kleiner Einblick in die geschichtliche Entwicklung. Erst ab dem 12. Jahrhundert kann man von der Entwicklung weltlicher, ausgebildeter Ärzte in Deutschland sprechen. Davor waren die Berufe des Arztes und des Apothekers vereint. Mit Kaiser Friedrich dem Zweiten wurde im Jahr 1240 angeordnet, wie die Prüfung, das Studium und die Bezahlung des Arztberufs zu regeln sind. Im Jahr 1348 wurden von Karl dem Vierten die Deutsche Universität in Prag gegründet, welche auch über eine medizinische Fakultät verfügte. Im 14. Jahrhundert kam es zu ersten ärztlichen Verboten für diejenigen Heiler, welche keine Approbation vorweisen konnten. 1851 wurde dann das Kurierverbot in Preußen erlassen, welches festlegte, dass ein Mensch ohne Approbation die Heilkunde nicht mehr ausführen darf.

In Deutschland wurde jedoch im Jahr 1869 wieder die Kurierfreiheit eingeführt. Einige Jahre lang versuchten ausgebildete Heilpraktiker dagegen vorzugehen. Erst im Jahr 1938 wurde der Beruf des Heilpraktikers als freier Beruf anerkannt. Mit dem 17. Februar 1939 wurde das Heilpraktiker Gesetz eingeführt. Dieses regelt die Voraussetzungen, um sich Heilpraktiker nennen zu dürfen und die Heilpraxis zu praktizieren.

Die Ausbildung zum Heilpraktiker

Die Ausbildung zum Heilpraktiker ist nicht zu vergleichen mit anderen Berufen. Damit man zum Heilpraktiker wird, bedarf es lediglich einer amtsärztlichen Prüfung, welche aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil besteht. Wie man sich auf diese Prüfung vorbereitet, ist im Endeffekt jedem selbst überlassen. Geraten wird dennoch, sich an eine Heilpraktiker Schule zu wenden oder ein Fernstudium wahrzunehmen.

Erst mit dem erfolgreichen Bestehen der Heilpraktiker Prüfung darf man sich offiziell Heilpraktiker nennen und die Heilpraxis ausführen.

Aufgaben des Heilpraktikers

Das Aufgabenfeld eines Heilpraktikers ist breit gefächert. Wie zuvor erwähnt, bekämpft der Heilpraktiker nicht nur Symptome, sondern sucht dabei auch nach Ursachen für das Problem. Hierbei werden nicht nur körperliche Aspekte betrachtet. Vielmehr untersucht ein Heilpraktiker auch auf psychischer und geistiger Ebene. Heilpraktiker versuchen ihre Patienten also ganzheitlich zu behandeln. Einige Aufgaben sind dabei Akupunktur, Homöopathie, Kinesiologie, Chiropraktik etc.

Darüber hinaus muss ein Heilpraktiker natürlich auch Anamnesen und Beratungen durchführen, Diagnosen erstellen und diese entsprechend zu behandeln wissen. Im Falle einer Selbständigkeit muss auch bürokratisches Wissen zur Selbstorganisation vorhanden sein.

Das darfst du als Heilpraktiker nicht!

Hier eine kleine Liste von Dingen, die einem Heilpraktiker beispielsweise nicht erlaubt sind:

Wenn du mehr über das Heilpraktiker Berufsbild wissen willst, schau dich einfach weiter auf unserer Seite um.