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Die Heilpraktiker Ausbildung als Fernstudium

Fernstudium zum Heilpraktiker

Für Berufstätige stellt das Fernstudium zum Heilpraktiker eine ideale Möglichkeit dar, um sich auf die Prüfung zum Heilpraktiker gebührend vorzubereiten. Die Fernkurse dauern in aller Regel zwischen zwölf und 30 Monaten und kosten dich ungefähr 2500 Euro.

Wie hilft dir ein Fernstudium dabei, Heilpraktiker zu werden?

Wenn du als Heilpraktiker arbeiten möchtest, ist das erfolgreiche Ablegen der staatlich anerkannten, amtsärztlichen Heilpraktikerprüfung für dich obligatorisch. Ein Fernstudium kann dir dabei helfen, das nötige Wissen in seiner Komplexität und Dichte systematisch und methodisch zu erlernen. So stellt dir der jeweilige Anbieter verschiedene Lehrmaterialien, zum Beispiel Studienbriefe oder Onlinekurse, zur Verfügung. Diese kannst du dann in freier Zeiteinteilung bearbeiten. Dein Studium lässt sich auf diese Weise sowohl mit deinem Beruf als auch mit deiner Familie problemlos vereinbaren. Sobald du die nötigen Materialien durchgearbeitet hast, kannst du dich für die Heilpraktikerprüfung anmelden.

Was sind die beliebtesten Anbieter eines Fernstudiums zum Heilpraktiker?

Falls du dich in deiner Ausbildung zum Heilpraktiker für den Weg des Fernlehrgangs entschieden hast, stehen dir viele Möglichkeiten zur Auswahl. Zahlreiche kleine und große Ferninstitute bieten das Fernstudium mit unterschiedlichen Schwerpunktlegungen an. Bei dem BTB, einem der beliebtesten Anbieter, dauert der Fernkurs 24 Monate und kostet etwa 2500 Euro. Impulse e.V. – Fernschule für freie Gesundheitsberufe bietet hingegen für 2340€ ein Fernstudium an, welches 30 Monate in Anspruch nimmt. Mit einer Studiendauer von lediglich 20 Monaten stellt das Fernstudium der sgd – Deutschlands führender Fernschule einen vergleichsweise kurzen, dafür aber intensiveren Kurs zur Verfügung. Die Kosten liegen hier bei etwa 2680 Euro. Neben diesen gibt es jedoch noch zahlreiche weitere Anbieter mit ähnlich guten Bewertungen. Du solltest bei der Auswahl lediglich darauf achten, dass dich der Fernkurs wirklich spezifisch auf die amtsärztliche Abschlussprüfung vorbereitet und staatlich anerkannt ist.

Wie gestaltet sich mein Studium an einer Fernuni?

Das Fernstudium zum Heilpraktiker gestattet dir, dich mit den Lernmaterialien deines Anbieters zeit- und ortsunabhängig auseinanderzusetzen. Das heißt aber nicht, dass du dir den Stoff allein erarbeiten musst! Vielmehr stehen dir Online-Tutoren und Lehrkräfte permanent zur Verfügung. Außerdem kannst du dich in den Kursforen mit Kommilitonen austauschen. Insofern gleicht die Studienatmosphäre eines Fernstudiums in vielen Punkten der eines Präsenzstudiums. Zwar finden die meisten Interaktionen virtuell statt. Dies führt in der Regel jedoch eher zu Effizienzsteigerungen, als dass es negativ auffällt. Fernstudien sind ein unaufhaltsamer Trend unserer Zeit.

Welche Voraussetzungen muss ich für ein Fernstudium zum Heilpraktiker erfüllen?
Du solltest dir darüber bewusst sein, dass einige Fernkurse bereits medizinisches Vorwissen voraussetzen. In manchen Fällen ist sogar eine Ausbildung im Medizinbereich Aufnahmebedingung. Allerdings sind dies eher Ausnahmen, denn die meisten Ferninstitute formulieren keine speziellen Voraussetzungen bzw. Teilnahmebedingungen.

Jedoch musst du dir bewusst sein, dass dein Fernstudium zum Heilpraktiker und deine staatlich anerkannte Überprüfung formal nichts miteinander zu tun haben. Die Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung sind deutlich strenger als jene für das Fernstudium. So musst du mindestens einen Hauptschulabschluss vorweisen und dein 24. Lebensjahr vollendet haben. Dein polizeiliches Führungszeugnis muss zudem makellos sein. Falls du nicht in Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft bist, musst du eine gültige Aufenthaltserlaubnis vorweisen können.

Inhalt und Abläufe deines Fernstudiums

Je nachdem wieviel Vorwissen du mit ins Fernstudium bringst und für welchen Anbieter du dich entschieden hast, kann das Studium zwischen zwölf und 30 Monaten in Anspruch nehmen. Diese Periode ist durch die Studienbriefe und Arbeitsetappen, die du regelmäßig zugesendet bekommst und zu erledigen hast, klar strukturiert. In Form von Einsendekontrollen hast du außerdem die Möglichkeit, deinen eigenen Lernerfolg immer wieder zu testen und Wissenslücken auszumerzen. Dabei hilft dir besonders das detaillierte und reflektierte Feedback deiner Tutoren und Lehrenden. Einige Ferninstitute bieten ergänzend zum Fernkurs Präsenzseminare an Wochenenden an.

Die Studieninhalte deines Fernkurses werden von Anbieter zu Anbieter leicht variieren. Trotzdem wird die Ausbildung überall auf den gleichen Säulen ruhen. Die wichtigsten Elemente deiner Weiterbildung sind zunächst die Anatomie und Physiologie, die Krankheitslehre und die Diagnostik. Nachdem du dir die Grundlagen in diesen basalen Wissensfeldern erarbeitet hast, werden dir Kenntnisse im Bereich der Anamnese, der Arzneimittellehre, der verschiedenen Naturheilverfahren sowie in der Psychiatrie vermittelt. Den Abschluss des Studiums bilden die Blöcke Notfallmedizin, Hygiene und Infektionskunde sowie Gesetzeskunde.

Welchen Abschluss kann ich durch ein Fernstudium zum Heilpraktiker erwerben?

Wie bereits erwähnt musst du die staatlich anerkannte Überprüfung ablegen, um als Heilpraktiker tätig sein zu dürfen. Dieses Zertifikat bekommst du nach deinem Studium nicht automatisch verliehen! Die Heilpraktikerprüfungen werden ausschließlich durch die zuständigen Gesundheitsämter durchgeführt. Dennoch stellen die meisten Institute nach Abschluss des Kurses einen Teilnahmenachweis aus, welcher durch eine institutsinterne Überprüfung legitimiert wird.

Fazit: Wieso solltest du dich für ein Fernstudium zum Heilpraktiker entscheiden?

Im Unterschied zu den verschiedenen Präsenzangeboten kann das Fernstudium zum Heilpraktiker mit seinem großen Spielraum für Flexibilität punkten. Daher ist es besonders für Menschen, welche bereits mitten im Leben stehen, hoch attraktiv. Sowohl für Berufstätige als auch für Eltern stellt es die ideale Weiterbildungsform dar. Denn obgleich du nicht regelmäßig in Klassenzimmern und Vorlesungssälen sitzen musst, profitierst du von den Vorteilen eines Studiums gegenüber einer autodidaktischen Fortbildung. In Form von Studienbriefen, Online-Vorträgen und Forendiskussionen stehst du in regem Kontakt mit deinem Lehrpersonal und Mitstudieren, sodass du jederzeit auf Denkanstöße und Unterstützung zurückgreifen kannst. Du musst dir auch keine Sorgen über die Anerkennung eines Fernstudiums im Vergleich zu deinem Präsenzstudium machen, denn entscheidend ist allein, wie gut du am Ende deine staatliche Heilpraktikerprüfung bestehst. Fernuniversitäten und –institute liegen in allen Fachbereichen deutschlandweit im Trend. Viele Arbeitgeber bevorzugen Fernstudenten sogar später, weil diese in der Regel bereits Berufserfahrung gesammelt haben. Außerdem sind sie oftmals eher in der Lage, selbstständig und diszipliniert zu arbeiten. Daher solltest du die Möglichkeit eines Fernstudiums zum Heilpraktiker als Chance für dich betrachten, dich beruflich und fachlich weiterzubilden!