Anbieter-Registrierung geöffnet: Bildungsanbieter können ab sofort ihre Kurse, Ausbildungen und Studiengänge bei educheck zeigen. Alle Infos hier

© Arina Krasnikova; Pexels

Allgemeine Informationen zur Heilpraktiker Ausbildung

Die Ausbildung zum Heilpraktiker

Bevor man sich Heilpraktiker nennen kann, muss man sich zunächst der Heilpraktiker Prüfung stellen. Zur Vorbereitung auf diese kann eine Ausbildung absolviert werden. Diese dauert je nach medizinischer Vorkenntnis zwischen ein und drei Jahren. Es werden viele verschiedene Möglichkeiten angeboten, diese Ausbildung anzutreten. Von kleinen Heilpraktiker Schulen bis hin zu Fernstudiengängen ist alles vertreten. Die Prüfung, die am Ende der Ausbildung steht ist äußerst anspruchsvoll, da der Beruf eine große Verantwortung mit sich bringt. In der Prüfung werden unter anderem Themen wie allgemeine Krankheitslehre, Fachwissen über naturheilkundliche Maßnahmen, klinische Befunderhebungen und menschliche Anatomie abgefragt. Um zur Prüfung antreten zu können, musst du gewisse Voraussetzungen erfüllen. Obwohl die Ausbildung unabhängig von der Prüfung ist, legen manche Anbieter die selbigen Voraussetzungen fest, um überhaupt erst an der Ausbildung teilnehmen zu können. Unter anderem muss man mindestens einen Hauptschulabschluss besitzen, 25 Jahre alt sein und auch geistig und gesundheitlich dazu in der Lage sein, den Beruf des Heilpraktikers auszuführen.

Die Berufsaussichten als Heilpraktiker sind mehr als gut. Ob als Selbstständiger oder als Angestellter, als Heilpraktiker findet man immer Arbeit. Der Lohn ist dabei abhängig von der Spezialisierung. Es gilt jedoch, je spezialisierter man auf einen Bereich ist, desto besser ist auch das Honorar und die Wertschätzung der Patienten.

So lange dauert eine Heilpraktiker Ausbildung

Wie bereits erwähnt hängt die Dauer der Ausbildung vom bereits bestehendem, bzw. nicht bestehendem Vorwissen ab. Die Ausbildung wird in vielen verschiedenen Formen angeboten. Es werden beispielsweise Abendkurse oder Tageskurse angeboten. Es gilt nun den Kurs zu finden, der am besten auf deine individuellen Bedürfnisse passt.

Wichtig: nach dem erfolgreichen Bestehen der Ausbildung ist man noch nicht berechtigt, den Beruf des Heilpraktikers auszuüben. Erst nach einer eingehenden Überprüfung durch das Gesundheitsamt und die gesetzliche Erlaubniserteilung hat man die Befugnis, als Heilpraktiker zu arbeiten.

Die staatliche Überprüfung besteht aus zwei Teilen; einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Hier wird das Wissen des Absolventen auf Herz und Nieren geprüft. Es wird sehr genau nachgefragt, da Heilpraktiker später sehr viel Verantwortung in ihrem Beruf besitzen. Es werden unter anderem folgende Themen abgefragt:

Wie man sieht, fällt der Umfang der Prüfung sehr üppig aus. Man sollte sich also gut vorbereiten, denn wenn man eine der beiden Prüfungen, mündlich oder schriftlich, nicht besteht, so muss man üblicherweise beide wiederholen.

Zur Prüfung musst du dich selbst anmelden. Manche Schulen stehen dir dabei aber mit Rat und Tat zur Seite. Um herauszufinden, wo die Prüfung zu absolvieren ist, musst du dich beim Gesundheitsamt, welches für deinen Verwaltungsbezirk zuständig ist, informieren. Dort erfährst du, welches Amt für die Prüfung zuständig ist. Es ist sehr wichtig, sich dort rechtzeitig für die Prüfung anzumelden, da die Wartezeiten zum Teil sehr lang sind und eventuell sogar über ein Jahr dauern können.

Hier findest du einen ausführlichen Text zur Dauer der Heilpraktiker Ausbildung.

Voraussetzungen der Heilpraktiker Ausbildung

Die Voraussetzungen sind durch die sogenannte „Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz“ vorgeschrieben. Sie müssen erfüllt sein, damit man eine Prüfungszulassung erhalten kann.

Detailliertere Informationen zu den Voraussetzungen gibt es hier.

Worauf ist bei der Auswahl des Kurses zu achten?

Es gibt viele verschiede Kriterien, die bei der Auswahl der Schule zu beachten sind. Zunächst ist da natürlich der Zeitaufwand. Hier muss man bedenken, dass es sehr viel zu lernen gibt und das braucht Zeit. Es ist sicherlich sinnvoll, einen Kurs zu belegen, der eine angemessene Anzahl an Stunden bietet. Bei einer niedrigen Anzahl an Stunden sollte man sich kritisch fragen, ob man eine so umfangreiche Ausbildung in so kurzer Zeit schaffen kann. Selbst Menschen mit jahrelanger Praxiserfahrung im medizinischen Bereich benötigen ihre Zeit, um sich auf die Prüfung vorzubereiten.

Außerdem ist es sehr wichtig, darauf zu achten, dass der Unterrichtsplan neben den prüfungsrelevanten Fächer auch praxisbezogene Inhalte und naturheilkundliche therapeutische Fächer bietet. Oft wird erst nach der Prüfung bemerkt, dass einem die Praxiserfahrung fehlt. Sich diese im Nachhinein anzueignen ist meist teurer und zeitaufwendiger, als sie gleich von Anfang an in seine Ausbildung zu integrieren.

Falls du dich für eine Schule entscheiden solltest, achte darauf, dass du dich dort auch wohl fühlst. Das ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Nutze dafür Möglichkeiten wie einen Tag der offenen Tür oder eine bzw. mehrere Probestunden. Dort bietet sich oft die Möglichkeit, mit anderen Schülern zu reden. Solche Gespräche und die daraus resultierende Erkenntnisse sind meist sehr aufschlussreich.

Achte ebenfalls auf die Kündigungsbedingungen im Vertrag. Es kann immer mal vorkommen, dass man die Ausbildung aus verschiedensten Gründen nicht fortführen kann. Deshalb ist es immer ratsam, sich von vorne herein über die Kündigungsbedingungen zu informieren.

Grenzen des Heilpraktiker Berufes

Als Heilpraktiker bist du zwar befugt sehr viele Tätigkeiten und Therapien zu praktizieren, dennoch gibt es auch einige gesetzliche Einschränkungen. Als Heilpraktiker ist es dir nicht gestattet Patienten zu röntgen oder Infektionskrankheiten zu behandeln. Zudem darfst du keine Betäubungsmittel verordnen oder bei der Geburt helfen. Zahnbehandlungen oder die Verschreibung rezeptpflichtiger Medikamente sind die ebenfalls untersagt. Wird ein Aspekt missachtet, so kannst du dich strafbar machen.

Mehr zu vielen weitere Themen rund um die Heilpraktiker Ausbildung findest du in den weiteren Artikeln unserer Homepage. Diese widmen sich meist einem speziellen Thema und gehen deshalb auch tiefer ins Detail.