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Heilpraktiker für Osteopathie – Infos zur Weiterbildung

Heilpraktiker für Osteopathie? Bei der Kunst der Osteopathie spielen die Hände eine entscheidende Rolle; sie sind Untersuchungswerkzeug und Heilmittel zugleich. Sie werden verwendetet, um bei Patienten die Ursachen des Leidens zu finden und zu beheben.

Die Voraussetzungen, um als Osteopath tätig sein zu können, sind unter anderem ein Attest, welches belegt, dass die Hände auch gesund und in der Lage sind, die Aufgaben als Osteopath zu erfüllen. Außerdem muss man mindestens 25 Jahre alt sein, warum das so ist erfährst du in einem der kommenden Abschnitte.

Man hat zwei verschiedene Möglichkeiten, eine Osteopathie Ausbildung zu machen. Einmal an einer Osteopathie Schule und einmal an einer Hochschule. In beiden Fällen wird die Ausbildung aber über mehrere Jahre gehen, da man als Osteopath sehr viel Wissen und vor allem auch können muss. Als Belohnung winken dafür gute Aussichten in der Berufswelt, ob als Angestellter oder Selbstständiger, für jeden ist was dabei. Auch das Gehalt fällt für einen qualifizierten, erfolgreichen Osteopathen gut aus.

Was ist Osteopathie überhaupt?

Osteopathie ist eine ganzheitliche Form der Medizin. Das heißt, sie konzentriert sich nicht nur auf die Krankheit und deren Behandlung, sondern auch auf den Patienten als Individuum. Auf chirurgische Eingriffe und Medikamente wird dabei vollkommen verzichtet. Behandlungswerkzeug sind alleine die Hände des Osteopathen. Sie werden dazu eingesetzt, Fehlfunktionen des Körpers zu beheben und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Die Hände werden innerhalb der Ausbildung so geschult, dass man mit ihnen nicht nur Schäden erkennen, sondern auch behandeln kann.

So sind Osteopathen nicht nur in der Lage, unter anderem Verspannungen, Verhärtungen, Fehlstellungen und Blockaden zu erfühlen, sondern diese auch mit ihren Händen zu korrigieren. Es geht aber nicht nur darum, diese Fehler zu verbessern, sondern auch den Grund dafür zu finden und zu beseitigen.

Die Osteopathie kommt ursprünglich aus den USA. Mittlerweile erfreut sie sich nicht nur in ihrem Heimatland, sondern auch an weiten Teilen der Welt wachsender Beliebtheit. Darunter auch Europa und Deutschland.

Voraussetzungen der Osteopathie Weiterbildung

Die Ausbildung zum Osteopathen ist genaugenommen eine Weiterbildung. Um als Osteopath tätig sein zu dürfen muss man entweder Arzt oder Heilpraktiker sein.

Des Weiteren muss man bei den meisten Ausbildungsstätten einen Nachweis in Form eines ärztlichen Attestes erbringen, dass man körperlich für die Ausbildung und den Beruf in Frage kommt. Ein Führungszeugnis wird ebenfalls oft verlangt.

Als Osteopath muss man mindestens 25 Jahre alt sein. Das hat den einfachen Grund, dass man nur als Heilpraktiker oder Arzt osteopathisch tätig sein darf. Die Prüfung zum Heilpraktiker kann man aber erst mit 25 antreten. Selbstverständlich kann man sich vorher schon zum Osteopathen ausbilden lassen. Berufstätig kann man aber erst mit bestandener Heilpraktiker Prüfung werden.

Da der Titel eines Heilpraktikers eine Voraussetzung für einen Osteopathen ist, sollte, falls du diese Prüfung noch nicht bestanden hast, unbedingt eine Vorbereitung auf die Heilpraktiker Prüfung ein Bestandteil der Ausbildung sein. Falls das nicht der Fall ist, solltest du unbedingt nachfragen, warum das so ist und ob es eine Möglichkeit gibt, sich parallel dazu auf die Prüfung vorzubereiten.

Weitere Voraussetzung unterscheiden sich je nach Ausbildungsstätte.

Ausbildungsstätten

Grundsätzlich stehen bei der Auswahl zwei Optionen zur Verfügung: Ausbildungsschulen oder Hochschulen.

Ausbildungsschulen

Voraussetzung, um an einer Osteopathie Schule angenommen zu werden, ist in der Regel ein (Fach)Abitur. Diese Voraussetzungen sind aber von Schule zu Schule unterschiedlich. Auch eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung reicht in manchen Fällen schon aus um angenommen zu werden. Hilfreich, aber nicht nötig sind bereits existierende Grundkenntnisse über den menschlichen Körper. Gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern wie Biologie und Chemie gewähren dir also einen Vorteil, sind aber nicht Pflicht. Die Ausbildung ist auch ohne Vorkenntnisse zu schaffen.

Hochschulen

Um Osteopathie an einer Hochschule studieren zu können, ist meistens ein (Fach)Abitur nötig. Bei einem vorhandenen Realschulabschluss gibt es manchmal die Möglichkeit auf einen Zugangstest. Zudem ist ein Praktikum oder ähnliches in einem medizinischen Bereich hilfreich.

Ausbildung

Egal wo du deine Ausbildung machst, der Ablauf wird sich ähneln; es wird einen Theorie- und einen Praxisteil geben. Im Theorieteil eignest du dir zunächst das benötigte Wissen an. Unter anderem Anatomie, Physiologie und Behandlungsmethoden. Im Praxisteil wird das erlangte Wissen angewandt und vertieft.

Inhalte wie Anatomie, Physiologie und Psychologie spielen in beiden Fällen eine große Rolle.

Dauer der Osteopathie Weiterbildung

Die Osteopathie ist ein komplexes, ganzheitliches System, um Krankheiten zu heilen. Es dauert dementsprechend lange, sich das Fachwissen und weitere Kompetenzen anzueignen, bis man als Osteopath erfolgreich werden kann.

Es sollte auf jeden Fall mit einem Zeitaufwand von mehreren Jahren gerechnet werden. Die Ausbildungszeit variiert je nach Anbieter, sollte aber je nach Intensität etwa zwischen drei und fünf Jahren liegen.

Berufsaussichten als Heilpraktiker für Osteopathie

Mit einer Ausbildung zum Osteopathen hat man die Möglichkeit, sich mit einer eigenen Praxis selbstständig zu machen, oder in einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten. Als Angestellter findet man an vielen Orten Arbeit, darunter zum Beispiel andere Praxen, Krankenhäuser und Rehakliniken.

Die Aussichten, als Osteopath sein Geld zu verdienen sind demnach sehr gut. Alternative Medizin gewinn immer mehr an Bedeutung, darunter auch Osteopathie. Die Menschen bauen ein immer größeres Vertrauen in die Heilungsfähigkeiten auf und auch viele Krankenkassen erkennen inzwischen diese alternativen Dienstleistungen an. Die Nachfrage steigt also immer mehr.

Gehalt als Heilpraktiker für Osteopathie

Das Gehalt hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, darunter Qualifikation, Erfahrung, Position und vieles mehr. Genau Angaben können aus diesem Grund nicht gemacht werden, ein realistischer Bereich wäre als Angestellter aber auf jeden Fall zwischen 2000€ und 3500€